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Ohne weitere Worte (vom 17. April)

Es hat wohl in der Geschichte des Fußballs noch nie einen Spieler gegeben, dem Bizeps und Quadrizeps so wichtig gewesen sind wie Ronaldo. In einem Sport, der sogar Dicke wie Maradona triumphieren sah, Säufer wie Best (…), Krüppel wie Garrincha oder wachstumsgehemmte Kinder wie Lionel Messi, ist Ronaldo der Prototyp des Athleten, der triumphiert. (Süddeutsche Zeitung)
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Also sagte er (Anm.: Peter Neururer) dem Express: »Ich habe einen Anruf von jemandem aus dem Umfeld des FC erhalten, der mir gesagt hat, dass ich empfohlen worden bin, weil ich den Verein schon einmal gerettet habe.« Hört, hört! (Frankf. Allg. Sonntagszeitung)
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»Wir hätten gewinnen können. Wir hätten einen Konter zum 4:2 setzen müssen, hätten meinen schachbrettartigen Kombinations-Konter spielen müssen. Das haben wir leider nicht gemacht.« (Otto Rehhagel, zitiert vom sid)
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Klischee ist keine Fußcreme und seine Wirkung bei akuten Abstiegsbeschwerden klinisch nicht nachgewiesen. Horst Hrubesch hat jetzt dennoch beherzt zugelangt. »Manchmal hat man das Gefühl, da stehen keine richtigen Männer auf dem Platz«, greinte das HSV-Vereinsidol. (…) Kein Geist zu klein, kein Klischee zu groß. Als Spieler im Abstiegskampf muss man nur wollen wollen, mehr noch als können können. (Welt)
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»Meister aller Absteiger« ist in der Rückrunde aber Köln. Sportdirektor weg, Trainer weg – was bleibt, sind Spieler, die saufen und Chaoten, die nachts die eigene Mannschaft bedrohen. (BamS)
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»Wenn unsere Auseinandersetzungen noch das Fairness-Niveau eines normalen Fußballspiels hätten, würde der Gebrauch des Totschlagwortes (Anm: »Antisemit!«) die sofortige Disqualifikation bringen.« (Martin Walser im Zeit-Interview)
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In einigen Umfragen erreicht die FDP inzwischen wieder fünf Prozent Zustimmung. Das liegt vielleicht auch an geschickten Fragen wie: »Wenn am nächsten Sonntag Wahlen wären und Sie bekämen 5000 Euro, wenn Sie die FDP wählen, welche Partei würden Sie dann ankreuzen?« (»Zippert zappt« in der Welt)
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»85 Prozent sind zu doof zum Bahnfahren. Die Bedrohung für mich im Alltag ist nicht die Atombombe, sondern eine allein reisende Mutter mit einem Rucksack hinten und einem Rucksack vorne.« (Harald Schmidt, zitiert in der Welt am Sonntag) (gw)

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