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Wolfram Jäger zum Problem des geistigen Eigentums im Internet

Fall A: In der Samstagsbeilage Ihrer Zeitung steht ein Witz, der mir so gut gefällt, dass ich ihn wortwörtlich weiter erzähle …
Fall B: In der Samstagsbeilage Ihrer Zeitung steht ein Witz, der mir so gut gefällt, dass ich ihn wortwörtlich in meinem eigenen Blog wiedergebe …
Im zweiten Fall könnte ich mit Hilfe von ACTA und der Konkretisierung IPRED zum Dieb erklärt werden, mein Blog geschlossen, mir vl. sogar der Webzugang entzogen werden. Denn ein Rechtebesitzer/verwerter müsste nur meinem Provider klarmachen, dass er die Rechte an diesem Text besitzt. Ich müsste dann vor Gericht ziehen, um das Gegenteil zu beweisen.Der zahlenmäßigen Mehrheit der Protestierenden gegen ACTA geht es um ihren freien Zugriff auf Raubkopien, das ist leider wahr. Das macht ACTA und IPRED aber noch nicht zu vernünftigen Verträgen. (Wolfram Jäger)

Baumhausbeichte - Novelle