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Wer bin ich? (Auflösung 3. Runde: Matthias Beltz)

Nein, Friedrich Christian Delius war es nicht. Zwar hätte man den Text der Drei-Punkte-Runde inhaltlich auch in seinem autobiographischen Roman »Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde« verorten können, zwar tauchte das Buch vor Jahren schon einmal im »Anstoß« auf, zwar ist der Autor derzeit mit seinem aktuellen Buch literarisches Tagesgespräch – aber unseren 4.-Juli-1954-Text hat ein ganz anderer geschrieben. Nicht Peter Sloterdijk, Waldemar Hartmann, Heribert Faßbender, Werner Schneyder, Hans Joachim Teichler, Franz Josef Brüggemeier, Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Jürgen Leinemann oder Guido Knopp, die in dieser ersten Runde neben vielen Delius-Tipps genannt wurden, sondern jener Mann, der in den »Wer bin ich?«-Anfangszeiten schon einmal im Rahmen eines Dreierpacks (damals ziemlich leicht) zu erraten war und dessen Name in diesen Tagen aus traurigem Anlass wieder auftaucht bzw. auftauchen wird, denn am 27. März jährt sich zum zehnten Mal sein Todestag. Die Hinweise auf den Gesuchten schienen in der zweiten, der Zwei-Punkte-Runde sehr deutlich, doch um ihre drei Punkte nicht zu gefährden, riskierten es nur wenige, ihren ersten Tipp zu ändern. Die es dennoch taten, riskierten aber . . . nichts, denn in Runde eins lagen alle falsch. Und unter den neuen Namen, die auftauchten, waren auch Steffen Haffner (Ex-FAZ-Sportchef), Hans Christian Ströbele (Neffe von ’54-Reporter Herbert Zimmermann), Joschka Fischer und Hans Magnus Enzensberger nicht die richtigen. Nur einer der Teilnehmer, Uwe Paulus aus Biebertal, ein »Anstoß«-Leser der allerersten Stunde, fand den Gesuchten schon in Runde zwei und erhält dafür als einziger zwei Punkte. Dass es seine überhaupt ersten WBI-Punkte sind, ist fast schon kurios.
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In Runde drei (falsche Tipps hier: Otto A. Böhmer und Jürgen Flimm) retteten dann sechs Leser wenigstens einen Punkt, den sie für, natürlich, Matthias Beltz erhielten (an unseren alten Freund und Mitstreiter erinnern wir an diesem Samstag auch in der »Nach-Lese«-Kolumne im Feuilleton). – Die Ein-Punkt-Ehrenliste: Andreas Hofmann, Dr. Gerd-Ludwig Fängewisch (Heuchelheim), Dr. Paul Limberg, Beate Miller (Rockenberg), Walther Roeber, Rüdiger Schlick.
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Rüdiger Schlick verteidigte damit seine »ewige« Spitzenstellung, er kam in seinem letzten Versuch über Delius und Haffner auf Beltz. Auch in der noch jungen Jahresrunde 2012 führt er mit fünf Punkten die Wertung gemeinsam mit Dr. Gerd-Ludwig Fängewisch, Andreas Hofmann, Dr. Paul Limberg und Walther Roeber an.
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Eine große »ewige« Rangliste veröffentlichen wir nach der April-Runde, in der zwei Erneuerer des Sports gesucht werden (das ist ein erster Hinweis!). Die  Top 5 derzeit: 1. Rüdiger Schlick (23), 2. Walther Roeber (22), 3. Karola Schleiter und Jochen Schneider (je 21), 5. Dr. Joachim Bille (20). – Bis dann! (gw)

Baumhausbeichte - Novelle