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Ohne weitere Worte (vom 13. März)

Glückwunsch, Bayer! Diesmal war es knapp … (BamS-Schlagzeile zu Leverkusens 2:3 in Wolfsburg)
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Sebastian Vettel bedauert es gelegentlich, dass die Formel-1-Fahrer heutzutage nie mehr gemeinsam mal ein Bier trinken gehen. – »Sebastian trinkt doch gar kein Bier (lacht). Der trinkt doch nur Jägermeister.« (Michael Schumacher im FR-Interview)
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Sind Sie ein bisschen Eintracht-Fan? – »Ein bisschen?! Ein bisschen?! Reden wir nicht drüber. Das ist eine Leidensgeschichte.« (Joschka Fischer im Kicker-Interview)
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Jedenfalls hat der attraktivste Radprofi in der Geschichte dieses Sports, der Italiener Mario Cipollini also, angekündigt, dass er beim nächsten Giro d’Italia fahren wird. Mit 45! Seine nicht ganz uneitle Begründung: Die Wissenschaft könne an ihm studieren, »wie sich der Körper eines Spitzenathleten im Laufe der Jahre verändert«. Das muss nicht bei jedem appetitlich sein. (FAS)
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Mit 17 flogen Sie von der Schule. – »Ich hab damals in einer Stripbar gekellnert (…) und ich hab die Jungs in der Schule mit Druckwaren versorgt.« – Mit Druckwaren, die man damals nicht unbedingt am Kiosk bekam? – »Kann man so sagen. Meinen Mathe-Lehrer habe ich im Separee erwischt. Er fragte: Fischer, was machst du hier? Du bist viel zu jung! Und ich antwortete: Geld verdienen, aber was machen Sie hier?« (Fälschungs-Künstlergenie Wolfgang Beltracchi, geb. Fischer, im Spiegel-Interview)
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»Die deutsche Industrie ist gut aufgestellt. Wenn wir unser Geld wie in England überwiegend mit Finanzdienstleistungen und mit Popsängern verdienen müssten, dann wäre es schwierig.« (Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser im Stern-Interview)
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Hat es Sie nie gereizt, der Welt mitzuteilen: Hört mal, Leute, das war ich? (…) – »Bei einem Max Ernst habe ich mal kurz überlegt, eine Micky Maus hineinzumalen.« (Beltracchi/Spiegel)
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Verliebte glauben gerne, das Schicksal habe sie zusammengeführt oder gar füreinander geschaffen. Dabei ist es mit der Paarbildung eher wie bei einer großen Jahrmarktslotterie: Wen wir ziehen, hängt davon ab, wer gerade frei ist, wer uns gerade über den Weg läuft, wer in der Nähe lebt und wer ein ähnliches Alter hat. (…) Das kann man pessimistisch nennen. Ich glaube aber, es ist die Realität.« (Javier Marias im WamS-Interview)
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Würden Sie selbst viel Geld für das Bild eines Künstlers ausgeben? – »Die erste Frage wäre: Könnte ich das nicht selbst malen?« (Beltracchi/Spiegel)
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Am Ende sind Thiel und Boerne wie Netzer und Delling, an einem guten Tag. (SZ zum »Tatort« vom Sonntag) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle