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Freitag, 9. März, 18.00 Uhr.

Jetzt hat Wolf Schneider (siehe Sport-Stammtisch, steht schon online) auch persönlich gegrüßt, mit Dank für die Erinnerung an »Überall ist Babylon«, das ich vor 52 Jahren auf den Markt geschickt habe, der den 35jährigen dann so verwöhnt hat!

Ich fühle mich geehrt. Mein Exemplar vom Econ-Verlag nennt, was heute nicht mehr gemacht wird, auch die Gesamtauflage: 201.  – 225. Tausend 1966.

Eine sehr stolze Zahl! Mit ihr würde man heute jede Bestsellerliste sprengen. Auf der aktuellen steht ja nun auch das Buch jenes Herrn, der von einem anderen Herrn der Neonazihaftigkeit beschuldigt wird, was eine Flut von erregten Kommentaren pro und kontra erregt hat. Allerdings nur in dem Wasserglas, das im Elfenbeinturm der Literaturliteraten-Nomenklatura steht.

Der Reflex auf Nazismus-Vorwürfe, ist er ein Pawlowscher? Vermutung: Nein, nur ein schlecht geschauspielerter “Streit” zu PR-Zwecken. “Ohne” würde das Buch gerade mal die Verkaufszahlen ambitionierter rumänischer Nachwuchslyriker erreichen. So, wie’s nun läuft, schafft es vielleicht 10 000. Maximal.

Und wenn Kracht nun doch ein Kracher ist? Und sein “Imperium” sogar babylonische Verkaufszahlen erreicht? Dann hab ich mich halt getäuscht. Lesen werde ich das Buch jedenfalls nicht. Aus altem hessischen Trotz heraus: Wenn so ein Bohai gemacht wird, dann grad net!

Schönes Beispiel gefunden für einen Satz, in dem man über “wie” und “als” rätseln darf:  Ein völlig enthemmter Lothar Matthäus tanzt nackt in der Kabine. Die Muskeln sind angespannt, ein Goldkettchen baumelt um seinen Hals. Doch der Blick des Zuschauers gleitet sofort eine Etage tiefer. Seinen Intimbereich bedeckt der Rekordnationalspieler nicht etwa mit einem Handtuch, sondern mit dem im Fußball heiligen WM-Pokal.  Im Film «We are the Champions» stecken noch viel mehr «Perlen» wie diese Szene von der Kabinen-Party im Stadio Olimpico nach dem Finalsieg 1990.

Richtig oder falsch? Gar nicht so einfach, gelle? Aber Grammatik-Helden wie wir wissen es. Oder?

Baumhausbeichte - Novelle