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Freitag, 24. Februar, 11.45 Uhr.

Früh angefangen, früh fertig mit der Kolumne. Steht schon online (mit einem Findling aus dem Steinesbruch-Blog vom Mittwoch).  Erste Befürchtung: Hoffentlich korrigiert im Laufe des Tages kein guter Geist das “vorraussichtlich”. Zweite: Hoffentlich hat  mir noch niemand den Taxi-Gag vorweggenommen (Harald Schmidt kann ich nicht mehr gucken, im Altersheim wird der Fernseher um zehn ausgeschaltet; daher übrigens auch kein Sport-Studio mehr). Dritte: Hoffentlich dringt bei allen Lesern die “Vorurteil”-Selbstironie durch, sonst wär’s sehr peinlich. Oder irreführend (Harald Sch./Sport-Studio; Nichtgucken hat andere Gründe).

Gestern erstmals seit vielen Wochen die (kleine) Runde gefahren. Sehr mühsam. Durch aufgeweichten Boden gepflügt, ist fast so anstrengend wie das Radfahren am dänischen Nordseestrand. Die zarte Liebste fährt da ihrem Zwei-Zentner-Mann leicht und locker voraus. 

Zuvor beim Radfahren im Keller doch wieder mit “Breaking Bad” angefangen bzw. weitergemacht. Zweite Staffel. Der Hauptdarsteller hat wichtige Tele-Preise abgeräumt, obwohl er in der Serie vorwiegend ein und denselben Gesichtsausdruck zeigt (Mund dabei sichelförmig geöffnet).  Der Nebendarsteller gefällt mir aber als Schauspieler mindestens ebenso gut. Leider tot ist jetzt der durchgeknallte Drogen-Typ (Tuco oder so). Ein sehr überzeugender gemeingefährlicher Irrer. “Irre” gut gespielt. Kaum zu glauben, dass er nicht wirklich durchgeknallt ist. Ähnlich gut am Sonntag im Polizeiruf der aggressive Schläger-Proll. Warum gefallen mir die beiden? Weil in mir auch ein Durchgeknallter schlummert?  Oder weil das Gegensätzliche am meisten fasziniert?

Baumhausbeichte - Novelle