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Ohne weitere Worte (vom 21. Februar)

»Fußball ist weltweit ein Riesenthema, weil David gegen Goliath gewinnen kann. Und warum ist das so? Weil der Sport mit dem Fuß gespielt wird und deshalb unpräzise ist.« (Basels Trainer Heiko Vogel im WamS-Interview)
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»Ich schaue in die Leichtathletik, die Reinform der Trainingslehre. (…) Auch die Tierwelt inspiriert mich. (…) Ich befasse mich gerade mit dem Wolf. Er hat viel mit dem heutigen Fußball zu tun. Obwohl jedes einzelne Tier ein von der Natur gut ausgestatteter Jäger ist, wird die Beute im Rudel erlegt. Erfolg stellt sich also nur ein, wenn die Wölfe untereinander kooperieren.« (Vogel im FAS-Interview)
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Nach den wahrhaft hinreißenden neunzig Minuten des AC Mailand war indes klar: Hätte Berlusconi je auch nur annähernd so diszipliniert und geistvoll regiert wie seine Mannschaft am Dienstag spielte – Italien wäre ein umfassend blühendes Land. (Frankfurter Allgemeine)
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Marco Reus hat eine ähnliche Frisur in die Stadien gebracht, allerdings verfügt das »role model« Reus über eine schnabelhaft gewachsene Nase, Gesicht und Haar gehen bei ihm eine stimmige Verbindung ein, der ganze Mann ähnelt, sobald er aus dem Haarspraynebel auftaucht, einem Kampfhahn. Reus ist ein Star, die Bremer (Anm.: Hartherz, Trybull, Füllkrug) sind eher noch Suchende, die Wirkung ihrer Frisuren unterstreicht diesen Zustand. Sie sehen aus wie Punks aus Bullerbü. (Holger Gertz’ »Stilkritik« in der SZ)
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Sind Sie ein Egoist, der nur an seinen eigenen Erfolg dachte und denkt? – »Ich bin als kleiner dicker Junge immer gehänselt worden. Ich suchte einen Ausweg. Ich habe ihn in dieser solitären Sportart Skispringen gefunden. Das wäre mir in einer Mannschaftssportart nie gelungen.« (Weltmeister und Olympiasieger Hans-Georg Aschenbach im FR-Interview)
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Warum tut sich Thomas Gottschalk so etwas wie »Gottschalk live« an? (…) Es ist, als würde ein Zirkusdirektor nach seiner Pensionierung einen Flohzirkus übernehmen. (…) Sebastian Vettel würde sich lächerlich machen, wenn er an einem Seifenkistenrennen (außer für einen karitativen Zweck) teilnehmen würde. (…) Es tut weh, Thomas Gottschalk dabei zuzuschauen, wie er (…) versucht, Kleinkunst zu produzieren. (Henryk M. Broder in der Welt am Sonntag)
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Waren Ihre olympischen Skeletonambitionen ernst? Oder nur ein Spaß? – »Kein Spaß. Aber ich habe meine zwei Bälle lieber in der Sonne als auf dem Eis. Wenn Mehmet Scholl das jetzt liest . . . « (Ex-Bayernprofi Bixente Lizarazu im Kicker-Interview) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle