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Dienstag, 14. Februar, 12.00 Uhr.

Geht’s wieder? Scheint so. Also: Einige Mails gesammelt, die teils schon im Blog standen, teils nicht, und aus denen ich morgen eine “E-Mail für mich”-Kolumne mache. Dass es “E-Mail für mich”-Kolumne heißen muss und nicht “E-Mail-für-mich”-Kolumne, hat mich der liebe junge (na ja, nur aus meiner Sicht junge) Kollege sk gelehrt. Oder hat er’s mir gelernt? Hauptsache, ich hab’s behalten. Und dass es ohne Tüttelchen dann doch E-Mail-für-mich-Kolumne heißen muss.

Beim Kramen, Sichten und Sortieren im eigenen Archiv für die “Nachdruck”-Serie stoße ich immer wieder auf merkwürdige Dinge. WAAAS??!! Das habe ich wirklich geschrieben??!! Nettes und Anerkennendes zu Daum, Begeistertes über Boris. Seltsam. Im Fall Krabbe, der in diesen Tagen zwanzigjähriges “Jubiläum” “feiert”, könnte mir aber die Besserwisserei unangenehm zu Kopf steigen: Jedes Mal und bei jedem neuem Anlass von Fall Krabbe 1 (identischer Urin) bis Krabbe 2 (Clenbuterol) schon lange vorher richtig vorausgesagt, was geschehen wird (zum Beispiel jeweils Unhaltbarkeit der Doping-Sperren), dafür aber schon zu der Zeit, als Katrin Krabbe auch im Bundes-Westen noch gefeierter Nachwende-Star war, gewettet, dass sie Probleme kriegen wird, wenn sie nach westlichen Maßstäben trainingsgetestet wird. Sogar den Anlass, ein Trainingslager in weiter Ferne, hatte ich fictional beschrieben. Und dann begann die ganze Chose in Südafrika.  

Heute am hübschesten, was ich in einem Anstoß vom 21. Oktober 92 finde:

In der heuchlerischen Welt der Sport-Moralapostel werden Krabbe und Co. unerbittlich verfolgt und geächtet, während die treuherzig-ehrliche Auskunft von Christoph Daum, seine deutschen Meister-Kicker  hätten ebenfalls Clenbuterol eingenommen, als peinlicher Blackout klammheimlich unter den Teppich gefegt wird.

Sachen gab’s!

Baumhausbeichte - Novelle