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Donnerstag, 9. Februar, 11.30 Uhr

Da geht es darum, dass ein Nachrichtenmagazin, für sein Archiv und seine peniblen Recherchen be- und gerühmt, vor vielen Jahren einmal frech abgeschrieben hat. Von mir. Und dass ich es beweisen konnte. Es ist allerdings so lange her, dass ich den Anlass (Doping?) vergessen habe und auch im elektronischen Archiv nicht fündig wurde. Der Beweisgrund ist ein ähnlich peinlicher (aber zum Glück verjährt) wie die Peinlichkeiten (für FAZ und mich) in der Nachdruck-Folge “Novembergedanken”. Ich hatte in einer gewissen Angelegenheit (wie gesagt: vergessen, worum es ging) schlampig recherchiert und um ein gewisses Faktum herum andere “Fakten” kreativ herbeifantasiert, und ausgerechnet diese kreative Fantasie wurde von dem Magazin  später als knallhart selbst recherchierte Tatsache verkauft. Da ich für die “Nachdruck”-Serie in allen meinen alten Artikeln (es sind tausende) wühle, werde ich irgendwann darauf  stoßen und dann diese jetzt noch – wegen Vergesslichkeit – kryptisch klingenden Sätze mit dem richtigen Sachverhalt verständlich machen.

Am 23.  November stand’s im Blog, und jetzt bin ich endlich darauf gestoßen. Am Samstag wird’s aufgeklärt. Ulkige Sache.

Nicht ulkig, sondern falsch: Konrad Weise wurde 2011 nicht 80, sondern 60. Zwei Leser haben es bemerkt und moniert, danke. Wird am Samstag berichtigt. Einer der beiden Leser stammt aus der DDR und war ziemlich streng mit mir. Mal sehen, ob er am Samstag noch strenger wird oder etwas gnädiger, denn in der “Nach-Lese” fürs Feuilleton geht es, wie im Blog schon angemerkt und angeschrieben, erneut um die alte DDR.

Und jetzt: Ullrich schuldig gesprochen. Meldung gerade reingekommen. Bei mir hat Ullrich in diesen Tagen viel an Sympathien verloren. Nicht wegen des Urteils, das interessiert mich nicht. Aber dass er nun als Werbepartner bei Alpecin angeheuert hat, ist auch für mich des Zynismus zu viel. Oder ist’s bloß Dummheit? Alpecin: “Doping für die Haare.”

Baumhausbeichte - Novelle