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Freitag, 27. Januar, 14.45 Uhr.

Zum “Sport-Stammtisch” (soeben online gestellt): Ich sei ein Feigling, behauptet der Kollege, weil ich das von Arndt Schöniger geschickte “Brustmuskel”-Bild nicht in die Kolumne stelle. Der hat gut reden, der Maulheld. Er würde, genau wie ich, zu Hause ausquartiert, zum Teufel geschickt oder im Schweinestall endgelagert werden, wenn er’s täte. Im Blog würde ich es tun, doch da mir das Copyright nicht klar ist (wahrscheinlich hat unser Leser das Bild aus dem Internet gefischt), lass ich’s lieber.

Auch das komplette Piwitt-Zitat wollte ich zeitungsgedruckt meiner liebsten Zielgruppe am Frühstückstisch nicht zumuten. Hier ist es, in voller ekliger Länge:

Dieses knappe Kinderröckchen am samtlila Trikot, unschuldig und doch zu nichts anderem gut, als uns entgeisterte Blicke zu gönnen auf einen wahrhaft kostbaren, blühenden Arsch im Höschen. Diese raffinierte Aufzäumung einer shetlandponyhaften Unschuld bis zu dem kleinen Nackenflaum unter den hochgesteckten Haaren, der dich schon hinfällig macht, während du noch wartest auf den größten Moment. Sie greift mit dem Arm hinter sich, sie ergreift mit der Hand das Heck des einen Schlittschuhs und zieht das schöne lange Bein langsam hinter ihrem Rücken bis über den Kopf. In diesem Augenblick trittst du hinter sie und schiebst diesem hochgezüchteten, teuren, blonden, von sich selbst entzückten seins- und immobiliensicheren helvetischen Fleisch den gigantischsten Lümmel deiner kleinen Geschichte von hinten durch die reißende Faser.

Als Piwitt 75 wurde, 2010, feierte ihn die linksintellektuelle, feministisch bewusste feinsinnige und empathiestarke Welt als einen ihrer ganz Großen.

Ach ja: Mein F.-Wort hat mit all dem überhaupt nichts zu tun. Aber Nachfragen zwecklos (gelle, lieber Waltehr Roeber!), das Geheimnis bleibt ein Geheimnis

Baumhausbeichte - Novelle