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Wer bin ich? (Auflösung 1. Runde 2012/Colin Smith)

Zum – erleichterten – Mitraten noch einmal verkürzt der Text der ersten Runde 2012 (mit fett gedruckten Hinweisen in Klammern als Hilfestellung).
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Nach einem Bruch in einer Bäckerei wanderte ich in den Knast, und dort wanderte ich dann nicht mehr, denn ich entdeckte eine andere Form der sportlichen Betätigung (Langlaufen). Mir wurde dabei einiges über mich klar. Meine psychische und soziale Situation ist zusammen mit meiner Sportart sprichwörtlich geworden (Die Einsamkeit des Langstreckenläufers). Ich startete für den Verein ZJM, den Klub der zornigen jungen Männer (Angry Young Men). Das heißt, einer seiner Macker (Alan Sillitoe) ließ mich unter der ZJM-Flagge starten. Ich weiß übrigens nicht, ob »meiner« sauer war auf den damals populärsten ZJM-Macker (John Osborne), der ein noch bekannteres geflügeltes Wort geprägt hatte (Look Back in Anger). Ich aber blicke nicht im Zorn zurück, und was ich im Wettkampf tat (absichtlich verlieren), hat mich unsterblich gemacht. Verlierend habe ich zu mir selbst gefunden.
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»Das war eine harte Nuss«, meint Paul-Gerhard Schmidt, aber er hat sie geknackt: »Ich habe lange suchen müssen und bin über die Angry Young Men, die zornigen jungen Männer, britische Schriftsteller der 50er Jahre, auf Alan Sillitoe gestoßen. Seine Erzählung ›Die Einsamkeit des Langstreckenläufers‹ führt zum Ziel. Der Protagonist ist der 17jährige Colin Smith, der in einer Besserungsanstalt zum Langstreckenlauf findet. Um dem Direktor eines auszuwischen verliert er absichlich einen Wettkampf und findet zu sich selbst.« – Perfekt gelöst.
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»Wieder ein Rätsel, das Spaß gemacht hat. Anspruchsvoll, aber trotzdem lösbar«, meint Andreas Hofmann, während Dr. Gerd-Ludwig Fängewisch von einem »sanften Start ins neue Jahr« spricht. Sillitoes Text ist zwar »wohlbekannt als Oberstufenlektüre in Englisch seit über 40 Jahren« (Karola Schleiter/Florstadt), aber dennoch war diese erste Runde recht selektiv, denn nur (oder immerhin) 13 Teilnehmer fanden den gesuchten Colin Smith. Es folgt die als Siegespreis ausgelobte ehrenvolle namentliche Auflistung.
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Dr. Joachim Bille
Dr. Gerd-Ludwig Fängewisch (Heuchelheim)
Doris Heyer
Andreas Hofmann
Dr. Paul Limberg (Linden)
Thomas A. Michel (Fernwald)
Walther Roeber
Karola Schleiter (Florstadt)
Paul-Gerhard Schmidt (N.-Ohmen)
Rüdiger Schlick
Jochen Schneider
Manfred Stein (Feldatal)
Peter Storm (Wettenberg)

(bei einigen Teilnehmern kenne ich zwar den Wohnort, veröffentliche ihn aber nur, wenn er in der Mail an- und damit auch freigegeben ist) 

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In der »ewigen« Top-10-Rangliste gab es nur marginale Änderungen, sie wird ab Runde zwei wieder abgedruckt. Dann können  bis zu drei Punkte erzielt werden, denn die Texte  folgen in drei Etappen im Februar, versteckt in »Sport-Stammtisch«-Kolumnen. Wer schon nach den ersten vagen Hinweisen auf den gesuchten Namen kommt, erhält drei Punkte, nach der dritten Etappe wird nur noch ein Punkt vergeben. Bis dann! (gw)

Baumhausbeichte - Novelle