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Dienstag, 20. Dezember, 10.30 Uhr.

Auf 50 Metern Bürgersteig Schnee schippen ist eine echte Alternative zum Radfahren. Auf dem Hometrainer danach erste Folge von Breaking Bad geguckt. Modewort dazu: abgefahren. Bei Youtube mehrmals ein neues Trainings-Video von Jacko Gill angesehen. Eine Steigerung von abgefahren. Irre bis irrsinnig. Der Junge ist 16 und springt buchstäblich über Tische und Bänke. Halbe Kniebeugen mit 300 kg, Stoßen mit 170 kg, Dunking mit der Kugel, seltsame Übungen mit der Hantel, schon beim Sehen tut die eigene Wirbelsäule weh, quietschen die eigenen Gelenke. Krachendes Boxen am Sandsack. Irre Übungen im und rund ums Elternhaus. Den Jungen treibt was. Hoffentlich nicht der Wahnsinn. Hoffentlich hat er vernünftige Erwachsene, auf die er hört. Schule schon geschmissen, ist Profi-Kugelstoßer, trainiert in Aufbauzeiten dreimal am Tag bzw. in der Nacht (steht erst um 12 auf, dritte Trainingseinheit nachts um zwei). Sensationell die Sprungkraft, scheint auch sehr sprintschnell zu sein. Wiegt jetzt immerhin schon 107 kg, hat mit der Männerkugel 20,38 gestoßen, gestern aber “nur” 20,07, dafür hat er seinen allerabgefahrensten Weltrekord verbessert, den mit der 5-kg-Kugel seiner Altersklasse auf 24,45 m. Hoffentlich geht das alles gut. Falls ja, geht es nicht nur gut, sondern wird eine Weltsensation. Falls nicht . . . oh je.

Zum “Wer bin ich?”-Modus eine Anregung von Walter Roeber (zur Apfelwein-Nachfrage: nach erstem Abstich beginnt die Trinkzeit, schmeckt schon gut).

Könnten Sie sich folgende Konstruktion vorstellen:
WBI in Portionen (vielleicht etwas ‘arbeitsintensiv’, aber vielleicht auch mit Spaß und Freude verbunden). Und es gibt Ihnen ein weiteres ‘Steines’-Bruch für Kolumnen…
Sie stellen wie bisher ein Thema/eine Aufgabe sowohl online im Blog, als auch in der Zeitung, aber zu Beginn vielleicht sogar noch etwas unvollständiger; wer mag und wer meint, etwas dazu beitragen zu können, mailt Ihnen Kommentare oder stellt auch Frage(n), die Sie dann beantworten (oder auch nicht) – ggf. auch nach der alten “Was bin ich?”-Methode mit Ja oder Nein. Daraus könnte eine Art Dialog entstehen, der weniger verbissen ist, den Mitlesenden mehr Vergnügen bringt und Ihnen sogar noch das “Bewerten” vereinfachen würde, weil Sie dann eine Rangfolge nach Eingang richtiger Lösungen im Zeitablauf erstellen können; nicht im Sekundentakt, sondern vielleicht tageweise.
Es wäre dazu allerdings evtl. notwendig, die Kommentar-Funktion im Blog zu aktivieren (wo Sie moderierend eingreifen könnten), oder Sie treffen wie bisher eine Auswahl der Zuschriften, die Sie für “beachtenswert” halten.
Begrenzenderweise sollten Kommentare/Fragen dann nicht länger sein als z.B. 2000 Zeichen o.ä.
Das ist noch nicht ganz “ausgegoren” (was macht übrigens der Apfelwein???), aber ich habe das Gefühl, dass es aufgrund der Verbundenheit zwischen Ihrer “Leserschaft” und Ihnen funktionieren könnte, ohne dass es zu wüsten spam-Aktionen käme. (Walther Roeber)

Baumhausbeichte - Novelle