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19. Runde „Wer bin ich“ (Marika Kilius)

Das war die Ausgangslage für Runde 19: Kurz bevor der Vorhang für einen Unterhaltungskünstler aufgeht, unterhalten sich einige sportbekannte Menschen im Publikum. Wer alle plus Künstler errät und die Nachnamen von A bis L untereinander stellt und waagerecht verschiebt, stößt in einer senkrechten Linie auf einen dreizehnten (Vor- und Nach-)Namen.
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Wer sich mit den Dialogen beschäftigte, konnte schon bald ahnen: Die Gesuchten verbindet eine Gemeinsamkeit, sie stehen alle in irgendeiner Beziehung zu Frankfurt (aber nicht unbedingt zur Eintracht). Zur Auflösung folgen die Dialoge mit Hinweisen und Klarnamen.
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L: »Guck mal, mit den anderen dort hinten sind wir eine komplette Fußballmannschaft.« / I: »Drei Weiber und ein Opa?« / L: »Psst, sonst wirst du noch angezeigt, wegen Diskriminierung.« / I: »Diskriminierend wäre doch nur, wenn ich den (A) (Karl Mildenberger) damit ärgern würde, dass er zwar Meister geworden ist, aber nur Bade- statt Weltmeister.« / L: »War aber näher dran als viele andere, die es mit . . . (Ali) . . . zu tun hatten.« / E: »Ihr (also I und L: Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski, zwischen denen viele Jahre lang Funkstille herrschte) sprecht ja wieder miteinander. Schön. Wurde aber auch Zeit, eure alberne Sturheit zu beenden. Den Zahn hätte ich euch gerne schon viel früher gezogen.« (E zieht also Zähne und ist mit Hölzenbein und Grabowski gut bekannt: Zahnarzt und Ex-Eintracht-Torwart Dr. Peter Kunter) / F: »Wer ist denn die Frau dahinten?« / K: »Kennen Sie nicht mehr, Herr (F) (Jay-Jay Okocha; zu ihm folgen noch weitere Hinweise). Aber nicht nur Jüngere sagen, die (D) ist echt der Hammer.« (Betty Heidler ist der bzw. wirft den Hammer) / G: »Wie bitte, was bin ich?« / E: »Ich glaube, du warst nicht gemeint. Du trägst zwar auch einen Titel, aber nur honoris causa.« (Kunter spricht mit Bernd »Dr. Hammer« Nickel) / F: »Und neben ihr, wer ist das?« / I: »Das ist die (J). Geht ab wie eine Rakete! Heißt auch so.« (Hochsprung-»Rakete« Ariane Friedrich / aber auch Ariane Hingst wird gewertet) / F: »Die dritte der Frauen kommt mir aber bekannt vor, die habe ich schon einmal irgendwo gesehen.« / K: »Die (C)? (Birgit Prinz) Wahrscheinlich in Paris, bei der Ehrung, die es für Sie nie gab. (Weltfußballer/in des Jahres) Aber immerhin waren Sie, Herr Okocha, näher dran als alle anderen Männer hier.« (Okocha war zweimal Afrikas Fußballer des Jahres) / H: »Selbst Herr Grabowski und Herr Hölzenbein nicht?« / F: »Wer ist denn der junge Kerl? Den kenne ich ebenfalls nicht.« / H: »Gestatten, ich bin (H), ein Zugereister wie Sie, aber mit ei. (Alexander Meier, »mit ei«, aus Hamburg) Ich war großer Fan von Ihnen.« / I: »Ja, der Jay-Jay, der hatte ein Füßchen! Da kam auch ich nicht mit. Und selbst der Grabi nicht, gelle?« / L: »Stimmt. Muss ich zugeben. Aber du und ein Füßchen? Du hast ja heute noch nicht mal ein Händchen. Ciao!« (weiterer Hinweis auf Hölzenbein, der als Scout mit Caio – »Ciao!« war ein Hinweis – keinen Glücksgriff hatte) / L und I (schweigen beide verärgert) / K: »Nicht schon wieder! Ich als Vorgesetzter von Ihnen, Herr Hölzenbein, fordere Sie beide auf, sich die Hand zu geben.« (damit ist auch K klar: Heribert Bruchhagen) / I (schmollend): »Ich hab ja gar kein Händchen.« / L: (muss lachen): »Komm her, geh doch fort, wir sind zu alt, um wieder mit dem Blödsinn zu beginnen.«
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Hölzenbein und Grabowski umarmen sich, Beifall umrauscht sie – weil auf der Bühne der Vorhang aufgeht und B mit seiner Show beginnt. (zu B gab es bewusst keinen Hinweis – aber bei welchem anderen »Unterhaltungskünstler« sitzen manchmal viele Eintracht-Spieler und auch Bruchhagen im Publikum? Keine Frage: bei unserem Eintracht-Kolumnisten Henni Nachtsheim).
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Stellt man alle zwölf Nachnamen von A bis L untereinander und verschiebt sie waagerecht, kann man den Namen der 13. und letztendlich zu suchenden sportlichen Persönlichkeit mit Frankfurter Wurzeln lesen:

              MILDENBERGER
            NACHTSHEIM
             PRINZ
           HEIDLER
                KUNTER
  OKOCHA
         NICKEL
           MEIER
            HÖLZENBEIN
   FRIEDRICH
            BRUCHHAGEN
GRABOWSKI
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Schwer war’s, ungoogelbar war’s, und dennoch sind immerhin vier Leser auf Marika Kilius gekommen. Am besten schnitt Karola Schleiter ab, die um ein Haar bzw. nur um einen Namen (Falkenmayer statt Mildenberger) sogar den Zusatzpunkt gewonnen hätte. Auf Platz zwei folgt Manfred Stein, der zwei Hürden riss (Detari statt Okocha, Bajramai statt Friedrich). Außerdem kamen Jochen Schneider und Rüdiger Schlick auf die richtige Lösung, Rüdiger Schlick übernimmt dadurch die alleinige Führung in der Gesamtwertung.

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Es gab viele falsche Lösungen und auch Nicht-Lösungen, denn vor allem die Spitzengruppe ließ es sich nicht nehmen, ihre vergeblichen Bemühungen auf amüsante Art zu beschreiben (einiges davon wird online in den gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« gestellt). Weiter geht’s mit »Wer bin ich?« im nächsten Jahr. Neues Spiel, neues Glück, denn die Gesamtwertung 2012 beginnt bei Null (parallel dazu wird eine »ewige« Bestenliste geführt). Bis dann! (gw)

Top 10 2011 + Verfolger

 1. Rüdiger Schlick 18

 2. Walther Roeber, Karola Schleiter, Jochen Schneider  alle 17
 5. Dr. Joachim Bille 16
 6. Jost-Eckhard Armbrecht,  Dr. Hans-Ulrich Hauschild,  Paul-Gerhard Schmidt  alle 15
 9. Dr. Sylvia Börgens und Andreas Kautz  beide 13

11. Dr. Gerd-L. Fängewisch 12
12. Norbert Roth und Andreas Hofmann beide 11
14. Dr. Paul Limberg, Peter Storm, Manfred Stein alle 10
17. Doris Heyer 9
18. Norbert Fisch 8
19. Thorsten Düringer 7

Baumhausbeichte - Novelle