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Sonntag, 4. Dezember, 6.30 Uhr.

Richtiger Regen. Fast schon Aquaplaning-Gefahr. An der Ampel vor der Stadt wieder gehalten. Rot. Es ist Sonntag, sechs Uhr früh, die Kreuzung ist von allen Seiten weit einsehbar, die regennassen Straßen sind menschen- bzw. autoleer. Und mir fällt auf, zum ersten Mal an dieser Stelle, dass ich wohl doch auch ein echter Deutscher bin. Warum halte ich hier seit Jahrzehnten um diese menschenleere Zeit an der roten Ampel? Hat einer der Klitschkos nicht mal gesagt, das erste, was ihm in Deutschland auffiel, waren Autos, die nachts um zwei einsam und allein vor roten Ampeln standen?

Der kleine Klitschko hatte eine Nierenkolik. Muss höllisch weh tun. Mehr noch als eine Gallenkolik (kenn ich). Wenn’s aber so schnell vorbeigeht wie bei der Galle, muss sein Kampf nicht ausfallen. Oder? Doch eher skeptisch. Er wurde ja operiert.

Beim ersten Sichten der Nachrichten eine Meldung, die mein Gefühl bestätigt, dass man die NPD nicht einfach verbieten kann, nur weil man sie verbieten möchte. Aus dem dpa-Artikel:  Der frühere Bundesverfassungsgerichts-Präsident
Hans-Jürgen Papier hat den Umgang der Politik mit der Frage eines
neuen NPD-Verbotsverfahrens scharf kritisiert. «Meine Befürchtung
ist, dass sich die Politik für einen neuen NPD-Verbotsantrag
entscheidet, ohne vorher die Erfolgsaussichten genau zu prüfen»,
sagte Papier der in Berlin erscheinenden Tageszeitung «Die Welt»
(Montag). «Die Politik ist dabei, wieder in eine unsägliche Falle
hineinzulaufen.»   In einem Verbotsverfahren müsse bewiesen werden können, dass «die Partei als solche die freiheitliche demokratische Grundordnung
bekämpft», betonte der einstige Gerichtspräsident. «Die NPD – und
nicht nur einer ihrer Funktionäre – müsste in diese mörderischen
Anschläge in irgendeiner Form verwickelt sein.» Dieser Nachweis
werde nicht einfach zu erbringen sein, so Papier. «Da müssten die
Ermittlungen noch mehr ergeben.» (…)  Ein zweites Scheitern würde
«einen ganz fatalen Schaden für die politische Kultur in diesem Land
anrichten», warnte Papier. Zwar sei eine Partei im braunen Spektrum
«unserer Demokratie äußerst abträglich». Doch dürfe man «die
rechtsstaatlichen Voraussetzungen eines Verbots nicht aus den Augen
verlieren».

In der Mailbox erste Lösungen und Anmerkungen zur laufenden Wer-bin-ich?-Runde. Drei Mails folgen, zum Teil leicht bearbeitet, um nichts zu verraten.

Der von Ihnen angestrebte Bewertungsmodus für diese Runde ist nicht recht befriedigend. Wenn jemand 11 Personen richtig hätte, bekäme er null Punkte! Das wäre wie früher in der Mathearbeit, wo manche Lehrer null Punkte gaben, wenn das Endergebnis nicht stimmte. Beliebter waren immer diejenigen, die auch für den “richtigen Ansatz” Punkte vergaben. Ich schlage eine Abstufung vor, etwa so: 9 – 11 richtig: 1 Punkt; 12 richtig: 2 Punkte – oder wie immer Sie die Grenzen festsetzen. Und, alte Rätselfrage: Wie wird mit Umlauten verfahren, also Ö = OE? (Sylvia Börgens)

Das wird hart… Im Moment noch immer der Meinung, dass in der Internetversion Angaben zu Personen in WBI fehlen :-(   Zu einigen habe ich bisher gar nichts… nicht mal eine Aussage. Leider im Moment mit Internet-Problemen, was die Sache auch nicht einfacher macht. Dazu kommen in der nächsten Woche noch 2 Reisetage… Uff. Stammtisch ist sehr schön und würde zum Kommentieren reizen, aber ich weiß nicht, wann meine Verbindung zur Außenwelt wieder abreißt oder wieder zustande kommt.
Gucken Sie sich Wetterbericht von Südkalifornien an… :-/ (Walther Roeber)

Gefühlsmässig habe ich Runde 18 gelöst. Allerdings .. in der Konversation zwischen K , I und L … (…)  ist wohl K nicht der Älteste. Sollte meine Feststellung zutreffend sein ,wäre es wohl vonnöten die Rategemeinschaft aufzuklären. (Karola Schleiter)

Stimmt! Dankeschön. Sorry. Da aber der Hinweis “Vorgesetzter” so klar ist, dürfte die Auflösung dennoch eindeutig sein. Die Anregung von Dr. Börgens wird hiermit weitergereicht. Und bei unserem (geteilten) Spitzenreiter wissen wir jetzt auch, wo er sich rumtreibt . . . Gute Heimreise!

Baumhausbeichte - Novelle