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Freitag, 18. November, 18.40 Uhr.

Aus der Serie “Wunderbare Leser-Mails” zwei weitere schöne Beispiel, ohne weitere Worte:

Warum deuten Sie denn in Ihrem Blog vom 17.11.2011 an, dass, nur weil Sie das Rätsel »natürlich« (!) nicht lösen konnten, dies wohl auch sonst niemand geschafft habe. Bitte nicht zu voreilig – zumal ja diesmal keine zeitliche Vorgabe für die Lösung gesetzt war. Die Lösung lautet … aber stellen wir dies erst einmal zurück und betrachten uns den Lösungsweg.
 Wie der geschätzte Herr Roeber bereits selbst richtig gefolgert hat, sind die Personen P1 Franz Beckenbauer (Kaiser), P2 Harald Schumacher (Toni), P3 Hans-Georg Schwarzenbeck (Katsche) und P5 Thomas Häßler (Icke) eindeutig bestimmbar. Von P4 wissen wir, dass er einen Namen hat, der kürzer ist als der von P0, dass er »herkunfsmäßig« (was immer das auch heißen mag) nicht weit mit P0 auseinander liegt und dass der erste Buchstabe seines Spitznamens im Namen von P0 vorkommt. Das ist nicht gerade viel.
Von P0 wissen wir, dass sich sein Name zusammensetzt aus Buchstaben, die auch in den Namen, Vornamen und Spitznamen der anderen Personen mit Ausnahme des Nachnamens von P4 vorkommen und dass Vor- und Nachname gleich lang sind. Die definitive Länge seines Namens ist dagegen unbekannt. Der Verweis darauf, dass das Lösungsschema dem von Ihnen einmal angedachten Verschiebebahnhof nur »ähnlich« sein soll, bedeutet, dass es also keineswegs gleich sein kann. Es geht also nicht darum aus jedem der Namen, Vornamen und Spitznamen der Personen von P1 bis P5 jeweils einen einzigen Buchstaben herauszufinden, der in der Reihenfolge von 1-5 einen sinnvollen Namen ergibt, sondern dieser Name kann sich aus allen bei diesen Personen vorkommenden Buchstaben (also nahezu des gesamten Alphabets) willkürlich zusammensetzen. Das eröffnet eine ganze Palette von Möglichkeiten, bringt uns aber zu keinem greifbaren Ergebnis. Da hilft uns schon eher die Aussage von P0, dass »dort« das Gelände nichts für ihn wäre. Das »dort« bezieht sich also auf eine Lokalisierung, die grammatikalisch vernünftig mithin im Satz zuvor aufgetaucht sein muss – das ist die Schweiz (deshalb kann auch die von Herrn Roeber vorgeschlagene Lösung gar nicht stimmen!). Da »dort« das Gelände nichts für ihn ist, muss es sich konsequenterweise bei P0 um einen Flachländer handeln und was liegt hier näher als an unsere heimische Umgebung zu denken.
Da P0 und P4 ja herkunftsmäßig nicht weit auseinander liegen, muss also auch der gesuchte Fußballer P4 aus Hessen, vermutlich sogar aus Oberhessen, stammen. Ein Fußballer mit kurzem Namen, im Alter etwa wie Beckenbauer und aus Oberhessen stammend. Grabowski – Hölzenbein, alles zu lange Namen, Uwe Bein wäre auch Hesse – ist aber zu jung. Da gabs doch mal einen Bernd Rupp, den seine Eltern als kleiner Junge immer »na du Naseweis« riefen. Könnte passen. P4 wäre also gefunden.
 Wer aber ist P0. Es soll sich ja wohl um eine/n halbwegs bekannte/n Sportler/in handeln. Gab es nicht einmal einen Kugelstoßer aus den heimischen Gefilden, der es sogar zu Deutschen Meisterehren brachte. Gerhard Steines – Vorname und Name haben gleichviele Buchstaben, alle Buchstaben des Namens sind aus dem Buchstabensalat der Personen P1-3 und 5 gebildet und die Buchstaben r, u und p (P4) kommen darin nicht vor. Der erste Buchstabe des Spitznamens von P4 ist ein »n” – kommt ebenso vor, wie die drei Buchstaben aus dem Namen von P1 und aus »Berlin«. Heureka – alles erfüllt. Doch halt, P0 soll älter sein, als die übrigen Personen von P1 bis P5. Wie alt ist dieser »Steines«? Gegoogelt und gewikipediat, aber kein Geburtsdatum zu finden. Da hilft nur kombinieren. Ein Mann, der in regelmäßigen Abständen vom Fahrrad und sogar von einem Esel fällt und sich dabei Knochen bricht, der kann einfach nicht mehr der Jüngste sein. Also auch dieses Kriterium ist erfüllt und die Aufgabenstellung ist überzeugend gelöst. Welche »Alterseigenschaft« allerdings den Herrn Steines mit einem »Wetterfrosch« verbindet, hat sich mir leider nicht erschlossen.  (Jochen Schneider)

      
 
Auf den »Kaiser«, »Katsche« Schwarzenbeck und »Icke« Häßler war ich ja gekommen, aber nicht im Traume hätte ich daraus Heidi Biebl erraten können. Dann fiel mir ein, dass eine der aller-, allerersten Zeitungsschlagzeilen, an die ich mir erinnere, diese war (1964): »Heidi Biebl fährt knapp an der Medaille vorbei« – und ich, in meinem kindlichen Sinn, rätselte, ob die Medaille da auf der Piste gehangen hatte und Heidi vergeblich versucht hatte, sie im Vorbeifahren zu erhaschen ;-))

… aber es fällt ja schon auf, dass die beiden Wertungs-Spitzenreiter jeweils eine Frau zu raten aufgeben und Sie, im Fall von Ursel Happe, nicht eine Sekunde auf die Idee gekommen sind, das Elternteil könne eine Mutter sein (ich will mich jeder Deutung enthalten ;-)). Allmählich wäre nach der wackeren Halla doch mal eine Sportlerin in Menschengestalt dran. (Dr. Sylvia Börgens)

I will do my very best.

Baumhausbeichte - Novelle