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Donnerstag, 17. November, 18.30 Uhr.

Natürlich habe ich Walther Roebers Rätsel nicht lösen können. Aber sonst wohl auch niemand, oder? Der Rätsel-Autor löst selbst auf:

P0: Heidi Biebl ist natürlich die Lösung (es musste doch mal eine Person aus Ihrer allerliebsten Zielgruppe sein. Sie war 1960 in Squaw Valley in der Abfahrt jüngste Goldmedaillengewinnerin der gesamtdeutschen Mannschaft.)
Die Lösung ergibt sich aus:
P1: Franz Kaiser Beckenbauer (und Lichtgestalt …)
P2: Harald Toni Schumacher (wer erinnert sich noch an Harald… Aber er schreibt sich genauso wie Michael – oft wird noch ein zusätzliches “h” eingefügt)
P3: Hans-Georg Katsche Schwarzenbeck (der Abräumer für den Kaiser)
P4: Franz Bulle Roth (kommt aus Memmingen, also nicht allzuweit weg von Oberstaufen, der Heimat Heidi Biebls. War in etlichen Spielen der Bayern in den 70er Jahren der siegentscheidende Torschütze)
P5: Thomas Icke Häßler (kommt aus Berlin, wird aber wohl meist mit Köln in Verbindung gebracht. Die Schweiz hat vor einiger Zeit “ß” abgeschafft. Der Bezug des Geläufs war teils Rasen, teils die flache Landschaft um Berlin)

 

Uff. Ganz schön schwer. Wie gut, dass ich die Wer-bin-ich?Fragen stelle und nicht beantworten muss. Auch Rüdiger Schlick, unser zweiter Spitzenreiter, hat mir vor einiger Zeit ein Privat-Rätsel geschickt, das ich nicht lösen konnte:

 

Ihr Schachtelsatz über Bayern München, Mark Twain und em-ai-esses-ai hat mich zuerst amüsiert und dann auf die Idee gebracht, Ihnen eine Retourkutsche zu schicken. Auch auf die Gefahr, dass Sie denken „Mein Gott, noch so ein Amateurrätsel …“, habe ich exklusiv für Sie – also nicht für den Blog – ein Wer-bin-ich-Monstrum „erschaffen“, das Ihnen hoffentlich gefällt und nicht zu leicht erscheint.

Wer bin ich? Meinen größten sportlichen Sieg hätte mein Sohn achtundzwanzig Jahre später auch feiern können, wenn seine Gegner aus einem Land, das heute nicht mehr existiert, nur zweimal weniger …, aber das war in einer anderen Sportart, zu der mein Sohn wechselte, weil ihm in meiner Sportart das Talent fehlte, das mir und nur wenigen anderen Athleten aus den alten Bundesländern zu dem Triumph verhalf, der mir noch Jahrzehnte später einen Ehrenplatz in unserer internationalen Ruhmeshalle einbrachte und zwar Ende des letzten Jahrtausends, als ich noch nicht so alt war, dass mir beim Lesen solcher Satzungeheuer die Buchstaben vor den Augen verschwimmen.

 

Meine Versager-Antwort:  Ich muss leider zugeben, daran zu scheitern. Seinen größten Triumph hat er Ende des letzten Jahrtausends gefeiert (also 199+?), aber sein Sohn hätte 28 Jahre später (???) den gleichen Triumph feiern können? Kombiniere ich bei den Zahlen falsch? Jedenfalls scheint es sich um einen altbundesdeutschen Mannschaftssportler zu handeln, dessen Sohn zu einer anderen Sportart wechselte (Völler? Basketball?). Nicht mehr existierendes Land: UdSSR? Geht’s vielleicht um Eishockey? Ich komme nicht drauf.

 

Rüdiger Schlick löst auf: Gesucht wurde die (ver)Schwimmerin Ursula Happe. Sie war 1956 in Melbourne Olympiasiegerin über 200 m Brust. 1984 gewann ihr Sohn Thomas mit der Handballnationalmannschaft Silber in Los Angeles. Im Finale verlor das deutsche Team 17:18 gegen Jugoslawien. Laut Wikipedia waren bis 2008 nur Ursula Happe, Michael Groß, Dagmar Haase und Britta Steffen Schwimmolympiasieger der BRD (soll wohl heißen aus den alten Bundesländern??). Im Jahr 1997 - rund vier Jahrzehnte nach ihrem Olympiasieg – wurde Ursula Happe in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen. Heute ist Frau Happe 85 Jahre alt und erfreut sich hoffentlich bester Gesundheit. Apropos Gesundheit. Geht es Ihrem Schlüsselbein inzwischen besser? Ich wünche es Ihnen sehr. Aus Reichelsheim in der Wetterau grüßt Sie herzlich
Rüdiger Schlick

 

Dankeschön. Ja, es geht besser. Viel besser. Ohne OP, ohne Rucksack-Verband, ohne Krankengymnastik. Ich heiße ja nicht Schweinsteiger. Und habe übrigens keine Ahnung, warum der zweite Teil des Blogs in kleinerem Schriftgrad erscheint.

Baumhausbeichte - Novelle