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Sonntag, 13. November, 6.15 Uhr.

Noch purzeln im schlafdösigen Kopf einige Stichworte durcheinander … die stilbildende Wirkung von Wrestling und Formel 1 … Spielgeld … Kloses Klubchef … 120 Prozent Ballbesitz gegen die Ukraine … Holland-Test, Nagelprobe, nachschauen, was ist das überhaupt …. Dönermorde, Selbstmorde? … Skailainers, Fordisicksers im Vergleich mit den treudeutschen Handball-Namen … vorpubertärer Witz mit “for die feif” usw. Noch taumeln die Wortbrocken im Kopf herum wie die Trübstoffe zu Anfang der Gärung im Appelwein-Glasballon. Muss sich alles noch klären (Zwischenmeldung: in DEM Ballon ist alles klar).

Gestört wird der Versuch, Ordnung im Kopf zu schaffen, von der neuen Wer-bin-ich?-Idee. Sie funkt bei der Montagsthemen-Konzentration ständig dazwischen, sie ist neu und frisch und verlockend: Die nächste Folge, gleichzeitig die letzte 2011, wird absolut ungoogelbar; Namen von Fußballern, die sich unterhalten, müssen herausgefunden und so gegeneinander verschoben werden, dass in einer senkrechten Reihe der Name des gesuchten Sportlers zu erkennen ist. Nur einige wenige Tage Bedenkzeit, und weil’s schwierig ist, gibt’s zwei Punkte, dazu Bonuspunkte für die ersten fünf einkommenden Mails (wie viele? Jeder einen? Oder 5-4-3-2-1?). Um Chancengleichheit zu schaffen, wird die Folge erst dann online gestellt, wenn Papierleser die Zeitung in den Händen haben. In Ordnung so? Und jetzt ran an die Trübstoffe.

Baumhausbeichte - Novelle