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Ohne weitere Worte (vom 11. Oktober)

Mögen Sie die Rotation? – »Solange die anderen rotieren und ich nicht, gefällt sie mir.« (Thomas Müller im Kicker)
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Ego-Robben! Bei Bayern nennen sie ihn Aleinikow. (Sport-Bild)
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Neulich hat mich jemand von Rot-Weiß Essen angesprochen, wo Mesut fünf Jahre in der Jugend gespielt hat, und sich bedankt. Durch den Wechsel zu Real haben sie eine kleine Provision bekommen, die ihnen geholfen hat, ein neues Stadion zu bauen. Das fand ich schön.« (Vater Mustafa Özil im WamS-Interview)
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Ihr Image als Partyfreund und einer, der ungern trainiert, haben Sie bei den Bayern bekommen. (…) – »Heute habe ich immer noch Spaß, und wenn es eine Party gibt, will ich auch da der Beste sein. Aber ich bin viel weiter als früher. Früher war Fußball nur Spaß, heute gehören für mich Taktik und Köpfchen dazu.« (Claudio Pizarro im FAZ-Interview)
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So habe Mourinho mal zu ihm (Anm.: Ex-Real-Profi Leon) gesagt: »Selbst wenn Real Madrid in einem Flieger abstürzen würde und du zu Hause säßest, würdest du im nächsten Spiel nicht spielen.« Das wirft kein gutes Licht auf Mourinho, der gerade erst vom spanischen Fußballverband bestraft wurde, weil er einem gegnerischen Trainer einen Finger ins Auge gedrückt hatte. (FAS)
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Wie hätten die Griechen auf eine Staatskrise reagiert, wie sie jetzt ihre Nachfahren beutelt? – »Sie hätten das Geld entwertet, Bronze- statt Silbermünzen ausgegeben. Der Staatsdiener hätte weniger Geld bekommen. Wer seine Schulden nicht bezahlen konnte, konnte immer noch zu Geld gemacht werden, indem man ihn als Sklave verkaufte.« (der Archäologe Raimund Wünsche im FAZ-Interview)
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»1989 ist das Korrektiv weggebrochen. Bis dahin musste das Kapital damit rechnen, dass es möglicherweise eine Gesellschaftsform gibt, die besser ist. Deswegen haben sie es hier nicht bis zum Äußersten treiben können. Jetzt können sie alles bis zum Äußersten treiben. Das erkennt plötzlich sogar Herr Schirrmacher (Anm.:  FAZ-Herausgeber).« (Josef Bierbichler, Schauspieler und Autor, im Zeit-Literaturmagazin)
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Stimmt es, dass ein anderer möglicher Nachfolgekandidat, Jörg Pilawa, mal Ihr Chauffeur war? – »Ja, der andere Kandidat war mal mein Chauffeur. Ich bin damals mit Jörg zusammen – wir hatten beide nicht so rosige Zeiten – von Schützenfest zu Schützenfest getingelt, in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Jörg hatte aber den deutlich schwierigeren Job, weil er am Ende des Abends immer meine Gage eintreiben musste.« (Hape Kerkeling im Stern-Interview)
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Er hat zeit seines Lebens etwa so viele Sätze geschrieben, wie der durchschnittliche Ostwestfale im Jahr spricht, ein Oeuvre also, das sich in einem schmalen Band unterbringen lässt. (SZ-»Streiflicht« über Literatur-Nobelpreisträger Thomas Tranströmer)
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Beim Vorleseabend (…) las eine uns allen unbekannte Autorin ihre bisher einzige (in einer uns allen unbekannten Literaturzeitschrift) veröffentlichte Geschichte: über eine Frau, die Magen-Darm-Grippe hat. Und ich meinte, das Thema des Textes aufgreifend: Das sei jetzt aber mal richtig scheiße gewesen. Am nächsten Tag fuhr sie beleidigt nach Berlin zurück. (Jan Brandt, der mit »Gegen die Welt« auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht, in der FAS über Erlebnisse mit Mitstipendiaten) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle