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Sonntag, 9. Oktober, 6.30 Uhr.

Nachher wird Vettel Weltmeister. Anschauen? Wer’s mag. Interessante Konstellation, aber nur für das Thema “Der Zweite ist der erste Verlierer”. Button … beim Schreiben zweifelt’s: Heißt er wirklich so? Der Knopf? … verliert, wenn er in den nächsten Rennen einmal Zweiter wird statt alles zu gewinnen. An das Besinnungsaufsatz-Thema für die Pfarrer-Zeitschrift muss in dieser Woche endlich rangegangen werden.

Gewonnen hat die liberianische Präsidentin. Gestern in der Zeit einen Artikel über sie gelesen, der geschrieben und gedruckt wurde, als noch niemand wusste, dass sie den Friedensnobelpreis gewinnen würde. Offenbar eine beeindruckende Frau. Aber nicht unbedingt der Friedlichsten eine. Doch da wurden schon ganz andere Friedensnobelpreisträger gekürt.

Hape Kerkeling wird Nachfolger von Thomas Gottschalk, wetten dass!?, sein Schweigen dazu  dröhnt immer lauter. Gestern geguckt? Nein. “Wetten dass!?”, sonst immer eine Randbemerkung in den “Montagsthemen” wert, fällt also flach. Die Bundesliga auch. Zum Länderspiel ist alles gesagt. Was schreiben in den “Montagsthemen”? Die Sonntagmorgen-Frage klingt wie die bekannte lebensratgeberische (“Was tun?”) und hat die gleiche Antwort (“Was tun!”): Was schreiben!

Die 17. Frage “Wer bin ich?” ist schon etwa ebenso oft beantwortet worden, fast ausschließlich richtig, was die Spitzengruppe unverändert lassen dürfte und den Fragesteller ratlos macht: Wie schafft er’s bloß, eine sportlich relevante Person vorzustellen, die nur drei, vier Teilnehmer erraten und nicht fast alle oder fast keiner?

Haben Sie’s gemerkt? Ein Blog-Morgen ohne schreibendes “ich”. Habe gelesen, das “Ich” in Kolumnen (und Romanen) sei out. Wer in sein will, komme ohne aus. Wer hat’s geschafft? Ich.

Baumhausbeichte - Novelle