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Freitag, 30. September, 17.45 Uhr.

“Stammtisch” schon lange geschrieben und online. Ob’s BVB- und/oder Bayern-Fans ärgert? Gleich spielt die Eintracht. Vorher noch zwei Reaktionen auf den “Staatsdoping”-Anstoß, der erste von einem beständigen, “anstoßenden” Begleiter der gw-Texte, der zweite von einer alten Kolumnen-Bekannten, die sich nach Jahren erstmals wieder meldet. Ganz zum Schluss eine Menge Text – ein Mail-Dialog, der den Wer bin ich?-Macher herausfordert. Auf geht’s.

 

 

Mit den “Gesammelten Werken” ist eigentlich alles zum Thema gesagt; abschweifend allerdings gerade noch überlegt, ob “Staatsdoping” eine korrekte Form ist, denn der Staat (und seine -diener) werden ja nicht gedopt – auch wenn es manchmal vielleicht angebracht wäre, um Leistung zu steigern.
Mit Griechenland versucht man es ja derzeit, aber auch da wird die Dosierung immer höher und ein Ende ist nicht abzusehen… Ich muss zugeben, dass ich mir immer mehr wie ….. (Vermeidung von Kraftausdrücken) vorkomme.

Apfelwein statt Radfahren, eine interessante Alternative; und um auf das angeregte WBI-Treffen zurückzukommen: WBI-Treffen mit gw-Apfelwein! Das würde eine Sause! Wobei meine Einstellung zu solchen Treffen zwiespältig ist, ich finde es im Moment fast spannender, zu überlegen, wie wohl die übrigen Teilnehmer bei den Aufgaben an die Arbeit gehen. Je nach Verlauf könnte aber bei 25. oder 50. mal daran gedacht werden. WENN, dann allerdings nur mit Ihrer Teilnahme!

Jetzt noch etwas Radfahren und Sonne ausnutzen – man muss nur wegen der Blendung höllisch aufpassen!

Gutes Gelingen beim Äpfelpressen und Stammtisch und Montagsthemen…. und und und  (Walther Roeber)

 

 

Vor vielen Jahren hatten wir kurz Emailkontakt, da ging es um Doping (Jan Ullrich) und Radsport. Wir hatten uns damals auch darüber unterhalten, wie Bekanntes nicht berücksichtigt wird und wie so gerne getan wird, als wäre alles neu. Da mich daran so einiges störte, mich regelrecht ärgerte, begann ich im Internet so nach und nach Bekanntes aufzuarbeiten und zusammenzustellen. Ihr Sport-Leben taucht darin auch mehrmals auf. Bis jetzt ist da einiges zusammen gekommen.

Heute las ich Ihren Kommentar zum Forschungsbericht und habe das Bedürfnis, mich wieder einmal zu melden. Denn Sie sind einer der wenigen, der klar formuliert, dass der Skandal in der Nichtbeachtung der lange bekannten Fakten liegt. Danke dafür.
Sollten Sie die Seite nicht kennen, auf der ich schreibe (unter Maki), hier ist sie.
http://www.gazzetta.cycling4fans.de/index.php?id=536
http://www.gazzetta.cycling4fans.de/index.php?id=5404 (Monika Mischke)

 

 

Sehr geehrter Herr GW!
Hiermit fing alles an, Anfang August:

Mann düst auf Skirollern auf Autobahn 71 zum Benzinholen

 

Mellrichstadt – Auf besonders sportliche Art hat ein junger Norweger auf der Autobahn 71 bei Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) Benzin für sein liegengebliebenes Auto besorgt.

Dem Mann sei kurz vor der Tankstelle Richtung Thüringen der Sprit ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Würzburg. Statt zu laufen, habe sich der sportliche Mann kurzerhand seine Skiroller und die Skistöcke geschnappt und sei damit schwungvoll auf dem Seitenstreifen zum Rasthof gelaufen.

Erst auf dem Rückweg und wenige hundert Meter vor dem liegengebliebenen Wagen entdeckte die Polizei den Sportler. Der Norweger musste ein Verwarnungsgeld zahlen und durfte danach weiter fahren – im Auto. dpa

Ich schreibe die Geschichte an Peter Gehrmann weiter. Peter ist 72, Ex-Polizist, Ex-Bundestrainer im Orientierungslauf (OL)), 9-facher Wasalauf-Teilnehmer (einmal hatte ich die Ehre, mit ihm teilnehmen zu können.), Kommentator des Wasalaufs im schwedischen Fernsehen, Buchautor, Liedermacher, Entdecker einer Ex-Weltrekordlerin im Marathonlauf, Erfinder des Hermannslaufes in Bielefeld, und: mein Freund.

Peter lacht sich mit mir zusammen tot, denn er ist immer für eine gute Geschichte zu haben.

Dann kommt der Polizist durch und Peter ermittelt:
Sein alter Schwedenkumpel Lennart weiß nichts, aber Björn-Axel Gran, Norweger, Ex-Deutscher Bundestrainer im OL, verheiratet mit Deutschlands einziger OL-WM-Medaillengewinnerin Frauke Schmitt-Gran (1999, Schottland) ist informiert:
Norwegische Medien berichten bereits vom autobahn-rollernden Thomas Nordhug, dem kleinen Bruder von Petter Nordhug.
Petter saß ebenfalls im Auto und die deutsche Polizei wusste nicht, wer ihr da ins Netz gegangen ist.
Wir lachen uns tot…

Doch Peter bleibt am Ball:
 

Hallo Götz,

da hast Du aber etwas ins Rollen gebracht mit Deinem Skirollerfaherer auf der BAB.
Insgesamt ist folgenden gelaufen:
Du schreibst mir:  Da war was Bescheuertes
Ich schreibe Bjaxel: Warst du das?
Der schreibt zurück, ich nicht…aber
Ich schreibe den Autobahnkollegen: Wißt Ihr eigentlich, wenn ihr da hattet?
Die schreiben zurück: Das ist ja der Hammer, kannst Du mehr besorgen. Wir wollen publizieren.
Ich frage Bjaxel, wie , was wo?
Der schickt mir die folgenden Links zurück, die mich vom Hocker hauen und an denen sich jetzt die Kollegen die Zähne ausbeißen.
und hier die Kontaktmöglichkeit zum Northug-Team.
Homepage: http://www.teamnorthug.no/
Pressekontakt: http://www.totalconsult.no/ansatte/totalconsult_trening_otto_ulseth/
Der Artikel des (schwedischen) Expressen, den ich am besten lesen konnte
 
 
Wat ßachste jetz, Kelle ?
Herzlich grüßt

Peter”

So, Herr GW, der Rest ist ihre Sache. Viel Spaß bei der Recherche.

Sie müssten doch auch Arne Leibusch kennen.
Im Deutschen OL lebt Arne Leibusch immer noch weiter. Es ist ein jährlich wechselnder Lauf, bei dem immer eine Besonderheit eingebaut sein muss, bei der man um die Ecke denken muss. Dem Sieger winkt ein 17kg schwerer potthässlicher Pokal und jede Menge Ruhm und Ehre. Ich durfte den Arne-Leibusch-Pokal einmal gewinnen und damit ihn im Folgejahr auch ausrichten.
Siehe Anhang.
Fußball kann jeder… (Götz Hofmann)

Wirklich eine irre Sache. Hab’s jetzt nur überflogen, weil ich im “gelöschten” Ordner, in dem Ihre Mail aus welchem Grund auch immer gelandet ist, etwas gesucht habe. Werde mich in den nächsten Tagen zu informieren versuchen.
Dankeschön. gw

 

Bei Ihren ganzen schönen kniffligen Rätseln (kann kaum etwas aus dem Stand heraus lösen) nun also mit Arne Leibusch und dem Autobahn-Skiroller etwas Arbeit für Sie…
Bei Bedarf können Sie sich aus den anderen Geschichten gerne bedienen.
Gestohlen ist nichts, gelogen ist nichts: Das habe ich nicht nötig. Viel Spaß (Götz Hofmann)

 

Tja. Da hab ich in einer demnächstigen stillen Stunde ganz schön was zu tun. Oder hilft mir jemand und schreibt seine Geschichte dazu?

Baumhausbeichte - Novelle