Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Ohne weitere Worte (vom 27. September)

»Ich würde jederzeit jeden qualitativ überragenden Spieler opfern zum Wohl der Mannschaft (…)« – Was ist schief gelaufen im Projekt Hoffenheim nach dem begeisternden Start 2008 in der Bundesliga? – »In gewisser Weise kann man den Jungs keinen Vorwurf machen. Wenn dir jemand einen Vertrag anbietet und sagt, du bekommst zwei Millionen, wenn du hier Fußball spielst, und du sagst, gut, für eine hätte ich es auch gemacht, dann ist es eben so.« (Holger Stanislawski im FAS-Interview)
*
Rea Garvey (Anm.: Reamonn-Sänger) ist mit sieben Schwestern aufgewachsen! Der Ire: »7:1, das war wie Bayern gegen Freiburg. Ich war Freiburg.« (Bild-Zeitung
*
»Vor drei Jahren saß zufällig Franck Ribery mit mir im Flugzeug und hatte einen goldfarbenen Trainingsanzug von Dolce & Gabbana an. Dazu goldene Turnschuhe. Das kann man nicht wirklich als guten Geschmack bezeichnen.« – Warum nicht? – »Es ist vulgär, wenn man brutal zeigt, was man sich leisten kann, denn es zielt nicht darauf, den anderen zu gefallen, sondern ihnen zu zeigen, wo der Hammer hängt.« (Prof. Barbara Vinken, Spezialistin für das Phänomen der Mode als Zeichen und Kommunikationssystem, im SZ-Magazin-Interview)
*

Diese durchstreifen zu Myriaden jeden Fleck des Universums, kaum etwas hält sie auf; ganze Planeten sind für sie wie Spinnweben für einen rasenden Hirsch. (SZ über die Entdeckung anscheinend überlichtschneller Neutrinos im Forschungszentrum Cern)
*
Frank Sinatra hat einmal gesagt, der schönste Tod wäre für ihn, auf der Bühne umzufallen. – »Das gilt für mich nicht, weil ich mein Publikum nicht schockieren, sondern erfreuen will.« (Udo Jürgens im Stern-Interview)
*

»Über eine Milliarde Menschen zu führen ist extrem schwierig, und ich möchte ihm dabei nicht die Zeit mit meinen Fragen rauben.« (Franz Beckenbauer in der Zeit, in der Prominente Fragen an den Papst stellten sollten)
*
Die Rede des Papstes im Bundestag hat verblüfft und enttäuscht. Benedikt XVI. beschäftigte sich ausschließlich mit moralischen und religiösen Fragen, von denen Politiker naturgemäß gar nichts verstehen. (…) Gerne hätte man vom Papst gewusst, ob man Siemens-Aktien halten oder verkaufen soll. (…) Keine Antwort auf die Frage, wer Nachfolger von Ralf Rangnick werden soll (…) und ob Arminia Bielefeld vom Teufel besessen ist. (…) Wurde Yoko Ono tatsächlich vom Vatikan geschickt, um die Beatles zu zerstören? (…) Schön wäre auch eine Nottaufe von Sahra Wagenknecht gewesen. (»Zipperts Wort zum Sonntag« in WamS) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle