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Montag, 26. September, 18.00 Uhr.

Entschluss gefasst: keine OP, daher keine längere Schreibunfähigkeit (physischer Art, haha), also steht auch der Zeitplan für die nächsten »Wer bin ich?«-Veröffentlichungen: Am Donnerstag kommt die Auflösung (klar, R.) ins Blatt, mit kleinem Text und Top-10-Rangliste, alles kurz und knapp, um mehr Zeitungsplatz für die Champions League zu haben. Eine Woche später (Mi. oder Do.) folgt Runde 17; Einsendeschluss erst Ende Oktober, auf Wunsch des einen und der anderen (wg. Urlaub), was mir zupass kommt, denn auch mir macht’s so viel Spaß, dass ich am liebsten aus dem selbst verordneten Monatsrhythmus ausbrechen würde. Aber die Rätseltexte müssen gut vorbereitet sein, nicht wie in Runde 16, als sich einige Leser an ein Zitat des Gesuchten in »Ohne weitere Worte« erinnern konnten und dadurch bevorteilt waren. Diesmal wird’s besonders knackig, glaube ich. Aber da habe ich mich ja schon oft getäuscht.
Apropos Wer-bin-ich? Dr. Sylvia Börgens (unter den Top 10) schreibt:

Gestern ging mir, bei herrlichem Sonnenwetter mit meiner Familie unterwegs rund um Münzenberg, Hölderlins »Hälfte des Lebens« im Kopf herum (also der Kontrast zwischen der spätsommerlichen Pracht und der wehmütigen Vorwegnahme von Kälte und Einsamkeit … Sie werden es kennen). Abends las ich dann im Blog, was der Hölderlin-Experte, Herr Hauschild, geschrieben hatte – sprach mir in vielem aus der Seele. Vom Papstbesuch kann ich nicht enttäuscht sein, da ich nichts erwartet habe. Aber dass Ratzinger jetzt auch noch die »lauen Christen« für den »Schaden der Kirche« verantwortlich macht, anstatt gerade die Suchenden und Zweifelnden ins Boot zu holen – sehr bedauerlich.
Bei all diesem ist mir eine Idee gekommen: Es gibt ja keinerlei Gewinnaussicht für Ihre WBI-Rater. Aber Sie könnten doch mal eine Zusammenkunft organisieren – fände ich echt interessant! Vielleicht, wenn Sie wieder gesund sind? (Sylvia Börgens)

Schöne Idee, obwohl ich meine Eigenart, als Person immer im Hintergrund zu bleiben und nur als »gw« raumfüllend aufzutauchen, ungern aufgeben würde. Wie wär’s denn, wenn WBI-Teilnehmer ein Zusammentreffen ohne mich organisieren? Oder soll ich wirklich über meinen Schatten springen, zum Beispiel beim Silberjubiläum (25. Runde), und  mich dann mit den Top 10 zur Siegerehrung treffen, natürlich mit Zeitungs-Ehrengruppenbild? Kommt Zeit, kommt Rat (vielleicht sogar wieder Rad, der Umstieg auf Nordic Walking war doch wohl eher eine Schock-Schnapsidee). Jetzt kommt aber erst einmal und zum Abschluss ein zweiter Teilnehmer aus den Top 10, als Radfahrer im Vergleich zu mir ein Topprofi (und sicher noch nie so dappisch gestürzt wie ich). Andreas Kautz meldet sich nicht aus Alpe d’Huez, sondern aus Bologna, und er macht mich neidisch, denn ich bin nicht nur Philhellene, sondern auch ganz viel italophil:

Heute möchte ich mich mal an einem Duathlon probieren,da selbst die Darmaufpumpvariante bei mir keinerlei Sinn machen würde. Die Vorbereitung darauf war zwar mit kiloweise Nudeln und literweise Rotwein äusserst kontraproduktiv, aber die Messeleitung in Bologna wollte auf meine Anfrage hin, ihren Termin ums verr….nicht verschieben. Der eigentliche Grund meiner Mail ist aber ein anderer. Meine Mitreisenden und ich haben uns Freitagabend gegen 23.00 Uhr folgende Frage gestellt: Ignorieren die Italiener die Krise ganz einfach? Volle Bars, volle Restaurants, volle Piazzas. Fröhliche Menschen überall …. und nur ein deutsches Landei zuckt bei einem Preis von 5,50 Euro für ein 0,4 Bier. Oder war es ein 0,3? Auf jeden Fall keine Spur von Krise, die vielleicht aber 10 km weiter schon längst die Menschen erreicht hat,oder schauen sich die Leute ausser der Serie A nichts anderes mehr an weil sie ihren Chef nicht mehr sehen können? Bei uns hat man nämlich immer das Gefühl, jeder schliesst sich im tiefsten Keller ein, zieht sich die Decke über den Kopf und wartet bis alles vorbei ist.
Wenn der Silvio nicht wäre könnte man dieses Land und seine Menschen richtig lieben!!!Ach Quatsch!Wir tun es trotzdem. (Andreas Kautz)

Baumhausbeichte - Novelle