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Ohne weitere Worte (vom 6. September)

Was trauen Sie unserer Nationalmannschaft bei der EM 2012 zu? – »Platz zwei hinter Spanien. Nur wenn die Spanier zu dumm sind und nur 85 Prozent ihrer Leistungsstärke abrufen, haben wir eine reelle Chance auf den Titel.« (Paul Breitner im Bild-am-Sonntag-Interview)
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Die deutsche Meisterin wirkte im Feld der langen, schlanken Weltklassespringerinnen mit ihren 1,60 Meter und ihrer kompakten Statur wie, mit Verlaub, ein Mops, der sich in ein Windhundgehege verirrt hat. (Frankfurter Rundschau über Stab-Vizeweltmeisterin Martina Strutz)
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Strauß sah immer ein bisschen aus wie Bayern: Schaut man sich die Umrisse des Bundeslandes auf einer Karte an, kann man an einen rüsselnasigen, geduckt laufenden, in sich hinein kichernden Franz-Josef Strauß denken, der mit einem Sack voll Geld oder voll Kartoffeln auf dem Rücken von Tschechien nach Frankreich flüchtet. (Süddeutsche Zeitung)
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»Ich habe von allem mehr erlebt als jeder deutsche Abiturient. Ich hätte einen Job bekommen, aber nicht so einen. Ich wäre zu Hause ausgezogen, aber nicht so schnell. Ich hätte Steuern zahlen müssen, aber nicht so viel.« (Lena Meyer-Landrut im WamS-Interview)
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»Für Südeuropäer bedeutete der Euro eigentlich immer: Endlich haben wir reich geheiratet.« (Wirtschaftshistoriker Hans-Joachim Voth im Spiegel-Interview)
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Ihr letztes Stern-Interview endete mit der Verabredung, sich wiederzutreffen, wenn Sie so richtig gescheitert sind. Hier wären wir dann also. – »Ich bin nicht gescheitert. (…) Im Grunde gibt es für mich ja nur noch in der Welt des Fußballs Vergleichsmöglichkeiten. Man bleibt Real Madrid, auch wenn man fünf Jahre mal nicht die Champions League gewinnt.« (Harald Schmidt im Stern-Interview)
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Der Wirbelsturm Irene konnte die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. (…) Die Ratingagentur Moody’s senkte die Glaubwürdigkeit von Irene auf Triple B. Präsident Obama wurde von den Republikanern für sein Sturmmanagement scharf kritisiert. (…) Irene soll nun mit chinesischen Krediten nachgebessert werden und in einem Jahr erneut auf New York losgelassen werden. (»Zippert zappt« in der Welt)
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»Ich wollte früher halt immer Theater machen, mich reiben, was lernen, gegen irgendetwas sein, mich streiten – ich habe nichts ausgelassen. Aber wo könnte ich das heute noch machen? Ich könnte mich höchstens bei einem Castor-Transport anketten – schönen Dank.« (Breitner/BamS) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle