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Ohne weitere Worte (vom 23. August)

Einst war Fußball-Trainer Werner Lorant Kult, jetzt ist er vereins- und nahezu mittellos. Sein Haus wurde zwangsversteigert, die Ehe ist in die Brüche gegangen. Ein paar Monate ist das erst her. Von Neuanfang sprach er, von ganz unten müsse er beginnen. Alles verständlich, aber dass er es gleich wortwörtlich nimmt? (Die Welt über die Teilnahme Lorants an »Die Alm« bei ProSieben)
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Musste unbedingt auch noch die Nationalhymne gespielt werden, bevor es endlich losging? – »Was spricht dagegen? Es war der Fußball, der die Menschen dazu gebracht hat, sich abseits von jedem Nationalismus wieder zu ihrem Land zu bekennen.(…).« – Vom zweiten Bundesliga-Spieltag an wird keine Hymne gespielt. – »In der Schule gibt es auch nur am ersten Tag zur Einschulung eine Tüte.« (Ligapräsident Rauball im Spiegel-Interview zur Saisoneröffnung)
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»Aber ich weiß natürlich auch, wie das bei verschiedenen Leuten ankommt. Wenn ich eine Runde drehe, keinen Parkplatz finde und noch eine Runde fahre, dann heißt es schnell: Schau mal, der Schlaudraff will seinen Ferrari präsentieren! Wenn das ein anderer macht, dann sucht er einfach nur einen Parkplatz.« (Jan Schlaudraff in der FAS über sein neues Auto)
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Stimmt es, dass Sie als Jugendkoordinator beim FC Augsburg Spieler zum Friseur geschickt haben? – »Ja. Als ein Spieler mit schwarz-weiß gefleckten Haaren mit asymmetrischem Irokesenschnitt kam, hat er von Mittwoch bis Freitag Zeit bekommen, das in Ordnung zu bringen, wenn er mit zum Spiel fahren will.« (Thomas Tuchel im WamS-Interviw)
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Die Berliner können froh sein, dass Klaus Wowereit im Wahlkampf ist. Sonst hätte er die Autobesitzer am Ende noch so behandelt wie die Rentner, die sich im Winter in einer sorglos verwalteten Stadt bei Eis und Schnee die Kochen brachen und von »ihrem« Regierenden Bürgermeister zu hören bekamen: Endlich Holiday on Ice auf dem Kudamm! (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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Nun behaupten böse Zungen zwar, der größte Akustikterror landesweit werde regelmäßig in der Südkurve des Dortmunder Stadions verübt, und ein BVB-Fan ohne Tinnitus sei daher wie Jürgen Klopp ohne Gesichtsbewuchs. (Frankfurter Rundschau)
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Hopp, 71, kommentierte die »Hurensohn Hopp«-Tiraden von den Gästeblocks in seinen Worten: »Sie glauben nicht, wie weh das tut. Wer meine Mutter kennt, weiß, was für eine herzensgute Frau sie war.« (Süddeutsche Zeitung)
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»Dietmar Hopp, du Sohn einer Hupe!« (Spruchband von BVB-Fans zur Akustik-Affäre/sid)  (gw)

Baumhausbeichte - Novelle