Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Mittwoch, 3. August, 16.15 Uhr.

Drei Mails zu Themen, die in den Zeitungs-Anstößen wie im Blog vorkamen: Die Suche nach der Hochspringerin aus dem 20er Jahren, die VW-Wolfsburg-Schadenfreude und, ganz aktuell, eine Reaktion auf “38:53″ plus den Mail-Wechsel Klaas/gw.

 

Ich möchte mich sehr für Ihre Mühe bedanken. Meine Antwort kommt leider nicht so prompt wie Ihre. Mit Ihrer Hilfe (»1928«) bin ich ein Stückchen weiter gekommen. Wenn ich mich recht erinnere, könnte eine entsprechende Information in einem bebilderten Buch über Olympiaden stehen, das in den Dreißiger Jahren erschienen ist. Ich hatte kaum damit gerechnet, dass Sie auf Fragen eingehen, die nur am Rande mit Ihrem jeweiligen Thema zusammenhängen. Umso angenehmer war meine Überraschung. (Siegfried Halder)

 

Gestatten Sie mir noch eine Ergänzung zum Thema Wolfsburg: Ich denke, hier geht es nicht nur um VW  Wolfsburg, sondern viel mehr um den (nicht florierenden) Im- und Export-Handel von Magath. Schadenfreude, siehe letztes Jahr Schalke. Nur verwunderlich, dass das Management von VW das mitmacht. (HWFreund, Gießen)
 

Zunächst Glückwunsch zur eigenen Jahresbestleistung, dennoch mein persönlicher Tipp: nicht mit Gewalt auf eine Allzeit-Bestleistung abzielen! Nach Ihrer Streckenbeschreibung könnte das mit zusätzlichem Risiko verbunden sein, und ich denke, man wäre weder in der Redaktion noch im Anstoß und den anderen Rubriken begeistert, wenn Sie wegen eines Sturzes oder anderen Ausfalls plötzlich für eine Weile außer Gefecht gesetzt wären.
Meine »Erfolge« sind immer stark von der Tagesform abhängig, ich habe auch keine Standard-Rundstrecke beim Radfahren. Deswegen entscheide ich da auch meist ganz spontan, welche Strecke ich gerade fahren möchte. Und bin dann schon mal ganz »stolz«, wenn ich den einen oder andern Hügel mal schaffe, ohne aus dem Sattel gehen zu müssen. Oder ich habe mich falsch eingeschätzt und muss die letzten Meter doch schieben…
Der andere Parcour ist im Fitness-Studio aufgebaut (auch da mit gewissen Wechseln). Aber auch dort ist für mich meistens die Tagesform entscheidend – mal ganz abgesehen davon, dass es natürlich Grenzen gibt, über die ich nicht mehr hinauskomme bzw. wo eben physiologische Grenzen gesetzt sind. Aber an einem guten Tag packt man an der ein oder anderen Station noch ein oder zwei Pfund drauf und es geht! Beim nächsten Mal sind die schon wieder zu schwer. Und dann gehe ich auch nicht das Risiko einer Verletzung ein. Der Sommer hat hoffentlich noch ein paar Wochen, und da könnte auch der Tag dabei sein, an dem Sie Ihre ATPB (all time personal best) verbessern!
Aber zurück zu den Artikeln! Was ich von Kathrin Klaas und ihrem Schreiben halten soll, kann ich im Moment zwar schwer ausdrücken, aber ich versuche es trotzdem. Auf ihrer Homepage schreibt sie doch noch stolz, aus Breitscheid/Westerwald zu kommen, warum nun die Verleugnung (?) der Heimat. Ob diese Sportanlage in Breitscheid nun direkt etwas mit ihr zu tun hat oder nicht, sei mal dahingestellt. Rödgen (Stadtteil von Bad Nauheim) hat auch einen Kunstrasenplatz fü 900 000 Euro bekommen, obwohl hier kein Erstligist oder sonstiger prominenter Verein zu Hause ist. Es hat nur jemand rechtzeitig HIER! gerufen, als Gelder zu verteilen waren. Mit welcher Begründung auch immer.
Wenn ich mir die Seiten von Frau Klaas ansehe, bleibt ein schaler Beigeschmack: Sie motzt heftig herum, reist aber – auf wessen Kosten eigentlich? – heftigst in der Weltgeschichte herum, »arbeitet« bei der Polizei, war aber wahrscheinlich noch nie auf Streife. Vom Weltrekord ist sie derzeit rund 4 Meter entfernt. Sie kann froh sein, dass durch Betty Heidler derzeit Hammerwurf der Frauen etwas mehr ins Interesse gerückt ist, aber eine Randsportart bleibt es weiterhin.
Um auf Gefahr und Risiko zurückzukommen: Abgesehen von der üblen Verletzung durch den Speer gab und gibt es bei den Wurfdisziplinen, soweit ich mich erinnere, schon öfter kritische Momente. Diskus, der nach dem Aufprall flach wegflog bis zur Laufbahn oder eben Hammer, der nach dem Streifen des Käfigs ziemlich unkontrolliert irgendwo herunterkam. Natürlich wäre es schön, wenn das mediale Interesse bei solchen Wettbewerben größer wäre, aber es müsste eben auch entsprechend optisch umgesetzt werden und attraktiv sein. »Leicht«athletinnen sind eben meistens besser zu vermarkten als die, bei denen doch die Kraft eine ganz beträchtliche Rolle spielt. Aber wie (und durch wen?) wären die Feinheiten von 4 Drehungen mit unterschiedlichem Ausgangspunkt im Ring zu verkaufen? Das ist schon mehr als Spartenprogramm!
Die baulichen Veränderungen der Käfige und die Änderung der Sektoren mögen zwar zur Sicherheit beitragen, aber ich glaube nicht, dass z.B. Gewichtsveränderungen oder Schwerpunktveränderungen (wie beim Speer) eine Lösung des Problems bedeuten. Die Vergleichbarkeit von Leistungen ist dann letztlich nicht mehr gegeben. Insofern kann Frau Klaas doch froh sein, dass es überhaupt diese Spezialveranstaltungen gibt, bei denen sie mit ihrer Begabung/Talent und dem damit verbundenen Aufwand offenbar gutes Geld verdient, sonst würde sie den Sport doch nicht betreiben…
Ceterum censeo… , dass Frau Klaas ganz schön überheblich ist, wenn sie sich nicht vorab mal etwas schlau macht, an wen sie denn da eigentlich zurück«blafft«.
Das musste jetzt doch mal raus! (Walther Roeber)

Baumhausbeichte - Novelle