Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Ohne weitere Worte (vom 2. August)

»Jörg Wontorra hat einmal gesagt, es würde auch reichen, wenn man nur eine Pappschachtel hochhält, auf der die Paarungen stehen.« – Machen Sie das doch. – »Das wäre mir für meine erste Sendung ein wenig zu revolutionär.« (der neue Sportschau-Moderator Matthias Opdenhövel im Interview der Frankfurter Rundschau)
*

»Das Problem ist, dass 95 Prozent der Menschen Fußball mögen, aber nur zwei Prozent wirklich was verstehen. Einer meiner besten Freunde ist total fanatisch. Der guckt alles. Kennt alle. Und hat trotzdem nicht die leiseste Ahnung.« (Xavi im Interview der Süddeutschen Zeitung)
*
Die Phase, in der er neue Stücke einstudiert, sei für ihn noch anstrengender als eine Tournee. »Das ist wie im Fußball: Entscheidend ist nicht die Bundesliga-Saison, sondern die Trainingsphase davor.« (Martin Grubinger, der als weltbester Schlagzeuger gilt, im SZ-Magazin)
*
Man muss nicht unbedingt länger über dieses Alter und die Rocktoten herumsülzen. Aber man kann, und sei es im Audi-Kombi auf dem Weg zur scheußlichen Führungskräftetagung, erst Pearl von Janis Joplin einschieben und dann Back to Black von Amy Winehouse. (…) Das macht traurig und dann auch wieder etwas glücklich, weil die Frauen so singen, wie man sich immer zu leben gefürchtet hat. (Kurt Kisters »Deutscher Alltag«/SZ-Wochenende)
*
Glauben Sie an Gott? – »(…) Ich vergleiche den Menschen immer gern mit einem Hund, dem man den Unterschied zwischen England und Deutschland zu erklären versucht. Es geht über seinen Horizont, wie Gott über unseren.« (Georg Kreisler im Zeit-Interview)
*

Auch nach ihrer erotischen Glanzzeit belieferte sie die Presse mit Klatsch; allein von dem Tod ihres Schoßhündchens Mister Toy im Jahre 1969 waren mehrere Versionen im Umlauf. War er vergiftet worden, hatte sie ihn in einem Anfall geistiger Umnachtung aus dem Fenster geworfen, oder hatte sich der Hund selbst in den Tod gestürzt – aus Kummer darüber, dass man seine Herrin in die Heilanstalt gebracht hatte? (aus: Zeit-Nachruf auf Linda Christian)
*
Wer ihm zum ersten Mal begegnet, dem fällt das Wort »einfühlsam« nicht als Allererstes ein. Passt irgendwie nicht zu einem Mann, der seinen ersten großen Auftritt als Bootsmann Pilgrim in »Das Boot« hatte und zwar mit den Worten: »Hast du Haare in die Nase? Ich hab welche im Arsch, die können wir zusammenknoten.« (Brigitte Woman – ja, auch das lese ich! – über Jan Fedder) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle