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Dienstag, 26. Juli, 16.45 Uhr.

Gestern befürchtet, dass ich wie Bild-Wagner schreibe, und in der heutigen Bild-Zeitung schreibt Wagner, wie ich gestern geschrieben habe, nur kürzer, besser, prägnanter. Den Mann sollte man sowieso nicht unterschätzen. Für die eine Hälfte seiner Kolumnen würde  man ihn am liebsten einweisen, aber manche sind einfach nur gut, einige sind echte Kleinode. Heute sein Schluss in Bild:

Ich glaube, die höchste Strafe für den Attentäter wäre die Bedeutungslosigkeit. Nicht mehr über ihn zu berichten, seine Fotos nicht mehr zu zeigen, seine wirren Ideen nicht mehr im Internet zu lesen. Dieser Typ will ja, dass alle Welt über seine Morde berichtet. Die Höchststrafe für diesen Psycho ist, dass er ein kleines Arschloch ist.

Leider wird alle Welt, vor allem Bild, weiter über seine Morde und seine Motive berichten.

Nachtrag zur Notiz Hammer/Breitscheid: Nur der Genauigkeit halber und weil ich gebürtiger Westerwälder bin: Breitscheid liegt nicht im Hinterland, sondern auf dem Westerwald. Der Westerwald wird umrahmt von Rhein, Sieg Dill und Lahn. Und Breitscheid liegt in diesem umrahmten Gebiet. Ansonsten: Ich bin froh, dass Sie wieder aus dem selbst auferlegten Sabbat während des medialen Sommermärchens zurück sind, weil ich Sie einfach gerne und mit Genuss lese Freundliche Grüße aus dem Vogelsberg (Paul-Ulrich Lenz/Schotten)

Thomas Bernsdorff, einer aus der Riege der langjährigen geschätzten Kolumnen-Leser (und Sohn meines früheren Handball-Trainers), ist irritiert und kritisiert: Der Kommentar zur Loveparade hat mich doch sehr irritiert: Diese Veranstaltung hätte so nie genehmigt werden dürfen, Massenphänomene hin oder her! Wenn jetzt Angehöriger eines Opfers das Wort »Bürgermeisterlein« lesen würde, wäre er wohl sehr verletzt und entsetzt.

Bei allem Respekt und Verständnis für diese und jede andere Meinung habe ich an meiner in diesem Fall nichts zurückzunehmen. Das heißt aber nicht, dass ich Recht habe und Thomas Bernsdorff nicht.

Dass Fragen zu stellen leichter ist als sie zu beantworten (und man sich so nicht nur als Sporträtselbauer, sondern auch als Philosoph wie Sokrates das Leben einfacher machen kann), darauf werde ich morgen im nächsten „Wer bin ich?“ zurückkommen, mit einem Leser-Rätsel außer Konkurrenz, in dem Eintracht Frankfurt eine Rolle spielt, ich aber nicht die geringste Ahnung habe, wie bzw. wer dei Lösung sein könnte. Noch so ’ne Frage: Ich beziehe mich auf Ihre Anmerkungen zu den Herren Pistorius und Gill. Ist auf den Olympischen Spielen der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts eine Hochspringerin aus den USA angetreten, die mit dem Rücken zur Latte absprang und wegen ihrer Sprungtechnik disqualifiert wurde? Da ich nicht über Ihre Möglichkeiten der Recherche verfüge, möchte ich Sie das mal fragen. (Siegfried Halder/Lich).

Erwischt. Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Hochsprung der Frauen erst 1928 ins olympische Programm kam, eine hübsche Amerikanerin (?) mit 1,59 m gewann, dass die Damen im Scherstil sprangen – aber wurde eine disqualifiziert, weil sie eine Vorläuferin bzw. -springerin von Dick Fosbury war? Ich glaube es nicht, weiß es aber nicht.

Kaum stand Nummer eins der neuen Anstoß-Serie online, gab’s schon die ersten Randbemerkungen von Walther Roeber (dem ich für seine gemailten Gedanken immer sehr dankbar bin): Ich habe mich heute bei „Ohne weitere Worte“ SEHR amüsiert. Sehr schön, was Ihnen da wieder so in die Finger gefallen ist…
„Nachdruck“ fängt auch sehr schön an… Haben Sie vielleicht doch eine Art 2. Gesicht oder 6-7. Sinn?
Kleine Anmerkung dazu: Es wäre eventuell zu überlegen, ob es von der Struktur her „einfacher“ wäre, einen eigenen Ast für „Nachdruck“ einzurichten, unter „Anstoß“ wird es vielleicht etwas voll, aber das kann auch ein momentanes Gefühl sein…
Eintracht-Auftritt von gestern abend (25.7.2011): Sah nicht nach einem Wiederaufsteiger aus; die Abwehr ein Hühnerhaufen (kein Wunder bei all den Abgängen) und Mittelfeld und Angriff ziemlich einfalls- und drucklos, obwohl doch da noch eine ganze Reihe aus der vorigen Saison dabei sind. Bloß gut, dass St. Pauli nicht durchschlagskräftiger war…
Benefiz-Hochjubel-Vorbereitungs-Trainings-Spielchen werden zu super-tollen highlight-events hochgejubelt, weitere Möglichkeiten vor Beginn der Saison noch ein paar Gegner „auszuschalten“…
Seltsame Ausdrucksweise im dpa-Artikel zur Schwimm-WM: beim fragwürdigen Sieg des brasilianischen Olympiasiegers …Cielo…   An diesem Sieg war nichts fragwürdig, er war eindeutig vorn. Ob der Sieg mit „sauberen Mitteln“ oder „fragwürdiger Unterstützung“ (seien es jetzt Mittelchen, seien es die Funktionäre?) zustande kam… Aber immerhin ist auch ohne die Wunderanzüge keiner ertrunken.
Und Charly Steeb „managt“ Jan Ullrich… Was mag das werden?

Morgen ist letzter Termin zur Stimmabgabe für die siebte Runde von „Wer bin ich?“. Auch wenn’s (zu) leicht war: Der eine und die andere aus der Spitzengruppe hat’s verpennt, die Selektierung schreitet voran. Momentan schreibe ich am Dreierpack für die nächste Veröffentlichung, und diesmal, ich schwör’s, weiß NIEMAND alle drei Antworten! Bis dann.