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Ohne weitere Worte (7. Juni)

»Ich war Stürmer Nummer vier bei Bayern, meine Chance zu spielen war so groß wie die von Österreich, Weltmeister zu werden. (…) Bei mir stand im Nationalteam immer drüber: Der Blinde mit der Lachnummer von Wien, der den Ball aus einem Meter nicht reinkriegt!« (Mario Gomez im SZ-Interview)
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Hören Sie im nächsten Jahr von sich aus auf, wenn es mit dem Wiederaufstieg nicht klappen sollte? – »Wie komme ich dazu, auf diese Frage zu antworten? Warum soll ich dazu was sagen?« – Wird Amanatidis in der kommenden Saison noch bei Eintracht spielen? – »Dazu kann ich nichts sagen.« (Vorstandschef Heribert Bruchhagen am 3. Juni im Bild-Interview)
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»Und auch, wenn Amanatidis noch so einen Stellenwert hat (…), er kann es ja nicht mehr richtig. Der Spieler muss es erkennen, und wenn einer ehrlich ist zu sich selbst, bekommt man einen sauberen Abgang hin. Dann kann man ihm sagen: Du bleibst uns erhalten, du bekommst deine Dauerkarte, aber zur Mannschaft kommst du nicht mehr.‹« (Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner am 30. Mai im FR-Interview)
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»Tristesse bei Austria« (sid-Überschrift zum Länderspiel-Nachbericht am Samstag um 12:37 Uhr) / »Österreich trotz 1:2-Niederlage hoffnungsfroh« (dpa-Überschrift zum Länderspiel-Nachbericht am Samstag um 12.39 Uhr)
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Das Volk, forderte Wulff jetzt auf dem Kirchentag, solle Anteil nehmen am Leben der Zuwanderer, statt zu verharren »im Tennisverein im eigenen Viertel«. (…) Im Wissen, dass in der Integrationspolitik längst der Tie-Break läuft, erweist sich der Bundespräsident als der bekannt unbequeme Gegner und platziert einen Schmetterball ins feiste Gesicht der deutschen Wohlstandsgesellschaft, die ihre klimatisierten Hallen nicht verlässt, während draußen die Migranten unintegriert herumlaufen. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
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Noch hat man den fieberhaft gesuchten EHEC-Erreger nicht zweifelsfrei erkannt, da machen sich Medien- und Seuchenexperten bereits fieberhafte Gedanken um den nächsten Erreger. Denn nach der Epidemie ist vor der Epidemie. Es muss auf jeden Fall einer sein, bei dem zuerst nur ein Sack Reis umfällt, dann immer mehr, und dann treibt man plötzlich fieberhaft eine Sau nach der anderen durch das Dorf. (»Zipperts Wort zum Sonntag« in der WamS)
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Doch sollte man über dem Tennisvereinswesen andere integrationspolitisch bedenkliche Hobbys der Deutschen nicht vergessen wie Dressurreiten, Golf oder Formationstanz (…) Wir fordern nun, Wulffs mahnenden Worten Taten folgen zu lassen: raus aus dem Viertel, raus aus dem Verein, hinein in Sportarten, die sich bei Zuwanderern hoher Beliebtheit erfreuen – Straßenfußball, Kickboxen, Boule oder Baseball. (FAS)
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Unser neuer Star Andrea Petkovic darf ruhig weiterspielen. Die ist schließlich zugewandert. (FAS) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle