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Ohne weitere Worte (31. Mai)

Bereiten Sie sich auf Michael Ballack anders vor als auf Heiko Butcher? – »Genau. Ich bereite mich auf jeden Menschen anders vor.« (…) Kann er das noch bringen? – »Warum nicht?« – Womöglich, weil er nicht mehr der Jüngste ist? – (…) – »Das ist keine Frage des Alters.« – Also muss er sich einfach durchsetzen wie jeder andere? – »Keiner ist wie jeder andere.« (Robin Dutt im Kicker-Interview)
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Was Opdenhövel so an- und wegmoderiert, tut niemals weh, ist immer schon verschmerzt, macht einen Superspaß, ist hammergeil und oberlecker. Opdenhövel ist der Wortführer und erste Verkoster am großen Kantinentisch des Lebens, genießerisch, aber unüberraschbar, und er versteht es, jedes Phänomen in die trockenen Tücher der Floskel zu wickeln. (Die Zeit über den neuen Sportschau-Moderator)
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Aber was wollen wir schon heute noch in unserer Nähe haben, das mit Stromerzeugung zu tun hat!? (…) Am ehesten akzeptabel wäre noch ein Stausee, aber auch nur, wenn (…) man drin baden kann und der hässliche Nachbarort darin versinkt. Zum Beispiel würden die Dortmunder ihren Strom liebend gern von einem Stausee namens »Gelsenkirchen« beziehen, aus dem bei Niedrigwasser das Dach der Veltins-Arena von Schalke 04 herausragte. (»Das Beste aus aller Welt« von Axel Hacke im SZ-Magazin)
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Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass nur fünf Prozent der Deutschen zwischen 18 und 70 Jahren in ein Pflegeheim wollen. Die meisten wollen lieber in eine Wellnessanlage (…) oder in ein diskret geführtes Etablissement. Bis auf eine kleine Minderheit mit bizarren Neigungen möchte niemand in seinem Bett festgeschnallt oder einmal am Tag gewickelt werden. (»Zippert zappt« in der Welt)
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63 Jahre, eigentlich ist er auch nicht mehr jung genug für eine Rückkehr nach Hollywood. In »Newsweek« sagte er jüngst: »Ich habe in den Spiegel geschaut und gedacht, verdammte Scheiße, was ist da passiert? Jesus Christus, was für eine Niederlage!« (Der Spiegel über Arnold Schwarzenegger)
Bald wird ein allgemeines Flugverbot angeordnet, wenn sich in Deutschland jemand vor einem Lokal eine Zigarette ansteckt. Wer weiß, wohin die Aschewolken treiben. (»Zipperts Wort zum Sonntag« in der Welt am Sonntag)
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Feminismus, ein Besserverdienerphänomen wie Pferdesport und Tupperpartys. (Harald Martenstein im Zeit-Magazin)
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Welcher Gegenstand in ihrer Küche ist ihnen am wichtigsten? – Loriot: »Meine Frau.« (aus dem im Herbst erscheinenden Diogenes-Buch »Loriot – Gespräche«)
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Zum Glück bin ich männlichen Geschlechts und esse lieber Currywurst statt Rucola-Salat. Meine Tochter besitzt eine Salatschleuder, Gott sei Dank hat sie keinen Durchfall. (»Post von Wagner«/Bild)
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Wissen Sie, was auf Ihrem Grabstein stehen soll? – »Zweckmäßig wäre es, wenn der Name drauf stünde.« (Diogenes/Loriot) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle