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Ohne weitere Worte (24. Mai)

»Wenn du das Glück an dem Tag eingesammelt hättest und es in die Welt rausgeschossen hättest, dann hätte noch ganz China gegrinst.« (Jürgen Klopp im SZ-Magazin über die BVB-Meisterfeier)
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»Selbst für mehrere Ölfelder würden wir ihn nicht abgeben.« (BVB-Boss Hans-Joachim Watzke in Sport-Bild zum Interesse von Barcelona an Mario Götze)
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Was unterscheidet den Fußball, der in der Bundesliga gespielt wird, von dem in der Primera Division? – »Es ist ganz anders. Hier rennt man 90 Minuten rauf und runter. Das Spiel in Deutschland ist verrückter.« (Jose M. Jurado im Welt-Interview)
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Im Lexikon las ich dann, dass Menschen besonders anfällig für Verschwörungstheorien seien, die eine niedrige Selbstwirksamkeitserwartung hätten. (…) Solche Leute suchen Halt im Chaos, sie (…) glauben, dass Osama bin Laden nicht tot ist (…). Sie sind der Meinung, dass Real Madrid nicht die Champions League gewinnt, weil dessen Trainer Mourinho vom europäischen Fußballverband konsequent benachteiligt und verfolgt wird; insbesondere Mourinho selbst findet das.« (»Das Beste aus aller Welt« von Axel Hacke im SZ-Magazin)
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Sie sind frei von Neid? – »Total. (…)  Warum bekomme ich Tuberkulose? Warum kann ich keinen Sport treiben? Warum habe ich meinen Vater früh verloren? Tausend Dinge könnte man nennen. Alles Lebensversagens-Entschuldigungslügen.« (Hans-Dietrich Genscher im Zeit-Magazin)
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Manchmal kam dann die Rede auf seine Teilnahme an Massenunzuchtsveranstaltungen, den »partouze« (…), selbst Bilder gebe es davon – naturgemäß scharfe. (…) Der zu verhandelnde Fall hat nichts mit dem Sommerthema der erotischen Verwirrungen der Mächtigen zu tun (…). Es geht in einer Vergewaltigung nicht um Sex, sondern um das Gegenteil davon, um gewaltsame Demütigung. Die damit zu befriedigenden Wünsche sind nicht erotischer, sondern sadistischer und krimineller Natur. (FAS zum Fall »DSK«)
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Es ist, als wollten Frankreichs Regenten das Bonmot Henry Kissingers belegen. »Die Macht ist das absolute Aphrodisiakum.« Manchen ist dieses Aphrodisiakum geradewegs in den Kopf gestiegen. So verfasste der Alt-Präsident Giscard d’Estaing unlängst einen bizarren Roman, in dem sein Alter Ego eine Affäre mit Prinzessin Diana erlebt. Man stelle sich vor, Helmut Kohl würde Ähnliches fabulieren. (SZ)
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Wie kommt es eigentlich, dass man seit Ihrer Hochzeit vor gut zwei Jahren (Anm.: mit Carsten Thamm) nichts mehr von Ihnen hört? – »Gott, sind Sie ein schlechter Journalist! Ich habe im Monat 200 Veröffentlichungen, ich bin jede Woche zwei-, dreimal im Fernsehen.« (Friseur Udo Walz in der Stern-Serie »Was macht eigentlich … ?«)
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War es denn Liebe? Sie sagt: »Liebe entsteht durch schöne gemeinsame Erfahrungen. Das war bei uns nicht der Fall.« Er sagt: »Die Frau hat mich wahrscheinlich abgöttisch geliebt.« (Bild unter der Schlagzeile »Meine total verrückten Wochen als Matthäus-Freundin«, Ariadne Ioannou und Lothar Matthäus zitierend)
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Sie hätten acht Kilo abgenommen. Sind die wieder drauf? – »(…) Ich bin in einer Phase, wo ich mir Udo Walz von Weitem angucke. Kennen Sie das, dass man sich selber von Weitem beobachtet?« – Nein. – »Woher sollten Sie das auch kennen? Sie sind ja nicht berühmt.« (Walz/Stern) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle