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Ohne weitere Worte (3. Mai)

»Das Erlebnis ist wichtiger als das Ergebnis.« (Jürgen Klopp, zitiert in der Welt am Sonntag)
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Borussia Mönchengladbach hat ein Problem, denn Stefan Effenberg will in seinem früheren Verein etwas werden. (…) Effenberg hat normalerweise gut zu tun: Wenn zum Beispiel das Oktoberfest in München steigt, lässt er es mit seiner Gattin schon mal krachen, da badet das blondierte Pärchen gerne in Weißbier. Es könnte auch eine neue Effe-Soap fürs Privatfernsehen gedreht werden. Thema: Mein Leben (ganz toll), meine Millionen (ganz viele), meine Claudia (ganz sexy). (…) Was bleibt da noch für die Borussia? (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
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»Im Training haben wir heute Elf gegen Elf gespielt, und ich habe gedacht: Booah, spielen wir gut! Das ging über 50 Minuten, und im Training ist das Spiel ja noch schneller als im Stadion, es gibt sofort einen neuen Ball, wenn einer ins Aus geht. Ich bin stolz auf uns an solchen Tagen.« (Nuri Sahin im Stern)
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»Wenn ich jemals Geld genommen hätte, das ich nicht verdient habe, würden meine Eltern auferstehen und mit einer Gabel auf mich losgehen.« (FIFA-Präsident Joseph S. Blatter im FAZ-Interview)
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Er sieht aus wie George Clooney, aber sein Fußball hat den Mut zur Hässlichkeit. (…) Das Geheimnis von Mourinhos Erfolg ist, dass er seine diabolische Seite allein vor den Augen der Weltöffentlichkeit auslebt. Seine Spieler bekommen den Teufel nie zu sehen. (…) Für sie ist Mourinho wie der lässige große Bruder, wenn sie mal 48 sind, wären sie gerne so cool wie er. (Süddeutsche Zeitung über den Real-Trainer)
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Ist ein Weltrekord ohne Doping möglich? – »Sagen wir es so: Die medizinische Versorgung hat sich definitiv in den vergangenen Jahren verbessert.« (Ex-Marathonläufer Martin Grüning im Spiegel-Interview über die Leistungsexplosion in seiner Disziplin)
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»Die Mathe-Prüfung habe ich versemmelt, das war eine Riesenkatastrophe. Wie bei einem Fehlpass im Fußball wusste ich sofort, dass das nicht gut geht. Im Sport hast du nur einen Vorteil: Du kannst dich zurückkämpfen und es gleich wieder besser machen.« (Sebastian Rode von der Frankfurter Eintracht in Sport-Bild / Anm.: Abi bestanden, Schnitt 2,7)
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»Aufgeregt war ich vor dem Abitur, weil ich schlecht vorbereitet war.« (Jürgen Klopp, zitiert in der FAS, auf die Frage, ob er vor dem Spiel aufgeregt sei)
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Unser Bundespräsident hat dem Paar seine herzlichsten Glückwünsche ausgerichtet. Er fühlt sich dem englischen Königshaus besonders verbunden, da er mindestens genauso überflüssig ist wie die Windsors, aber genau wie sie auf Kosten der Steuerzahler in einem Schloss leben darf. (»Zipperts Wort zum Sonntag« in der WamS)
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In fast jeder Konferenz wurde vor 20 Jahren geraucht. Heute liegen an jedem Platz die Brummteufel. Und während einer spricht, tippen vier unter dem Tisch auf ihren angeblichen Smartphones herum, was manchmal so aussieht, als frönten sie Onans Laster. (Kurt Kisters »Deutscher Alltag« im SZ-Wochenende über »Mobiltelefon-Junkies«) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle