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Ohne weitere Worte

Senor Raul Gonzales, worüber würden Sie sich gerne unterhalten? – »Wie wäre es zum Beispiel mit Fußball?« (Beginn eines SZ-Interviews mit Raul)
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»Ich habe immer nur von den anderen Spielern gelernt. So hatte ich in Kaiserslautern meine, na ja, Vorbilder kann man sie nicht nennen. Ich hatte meine Lehrer: Marschall, Lokvenc, Schjönberg, Harry Koch. Und Georg Koch und Mario Basler – wenn man die zwei nimmt, dann hat man schon viel darüber gelernt, wie man es vielleicht besser nicht machen sollte im Profifußball.« (Miroslav Klose im SZ-Interview)
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Auf den Rängen der Fußballstadien zeigen sich viele Griechen von ihrer schlimmsten Seite: borniert, voreingenommen, fanatisch, gewalttätig. (…) Regierung und Polizei unternehmen so gut wie nichts. (…) Die ›schönste Nebensache der Welt‹ wird also weiterhin Hunderttausende von Jugendlichen in die neuen Ziviltugenden einweihen: Alle Mittel sind recht, wenn sie zum Erfolg führen. (…) Es gibt keine legitimen Gegner, sondern nur ewige Todfeinde. Der Fußball bleibt das ›perfekte‹ Sozialisierungsmittel für Griechenlands Gesellschaft. (aus einem Leitartikel von Dimos Chatzichristou in der Griechenland-Zeitung)
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Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie etwas ausdrücken wollen und es nicht können? – »Nein. Rolf sagt Ja. Aber ich glaube das nicht.« – Was Sie denken und empfinden, können Sie auch immer artikulieren? – »Ich denke schon.« – »Dass Monica das so wahrnimmt, gehört zum Krankheitsbild.« (aus einem Zeit-Interview von Giovanni di Lorenzo mit Monica Lierhaus und ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt)
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Hat Sie je der Gedanke gestreift, dass man, wenn man auf so einer Bühne diese Frage stellt, dem Partner keine andere Wahl lässt, als zuzustimmen? – »Das stimmt, das habe ich mir nicht so gut überlegt. tat mir hinterher auch leid.« (Di Lorenzo/Lierhaus zum Heiratsantrag bei der Goldene-Kamera-Sendung)
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»Und drittens sind die Öl- und die Kohleindustrie in den USA so mächtig, dass sie sich Senatoren kaufen, die die richtigen Gesetze für sie machen. Das ist doch sicher bei Ihnen in Deutschland ähnlich.« – Wir bitten Sie! Das ist ja abwegig! – »Dann seid ihr die Einzigen auf der Welt, bei denen das anders ist.« (Larry »J. R. Ewing« Hagman im SZ-Interview)
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Schon als junger Schauspieler spottet er über Kolleginnen und Kollegen, die hinter der Bühne zum Warmwerden eine schreiende Muschel darstellen. (aus einem SZ-Seite-drei-Interview mit Christoph Waltz)
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Legendär sind die früheren Auftritte von »Maschi« (…) auf Veranstaltungen zur Mitarbeiter-Motivation. Einmal ritt er auf einem Elefanten in den Saal. Ein anderes Mal hängte er Hundertmarkscheine an langen Schnüren an die Decke, und die erfolgreichsten Berater durften sich um die Scheine balgen. Seine Top-Verkäufer lud er nach Sri Lanka ein und servierte Drinks mit Eiswürfeln, in denen Edelsteine eingefroren waren. (Der Stern über Carsten Maschmeyer)
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Der Naturschutzbund Hessen fordert vom Land die Aufstellung eines Managementplans für die Rückkehr von Fuchs und Wolf in das Bundesland. (…) Empfohlen wird die Einrichtung von Grünbrücken über Autobahnen und Bundesstraßen, damit Luchse und Wölfe diese gefahrlos überqueren können. Genauso effektiv wäre Tempo 30 auf allen Autobahnen oder eine Helmpflicht für Wölfe. (»Zippert zappt« in der Welt)
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Sie sind jetzt 25 … – »Noch. Das Interview dauert schon so lange, dass ich darüber fast 26 geworden bin.« (Lukas Podolski im Gespräch mit 11 Freunde, zitiert in der Wams) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle