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Ohne weitere Worte

Am Dienstag war die Transferliste zum letzten Mal in dieser Saison geöffnet, und dementsprechend herrschte Chaos in der Fußball-Bundesliga (…) Felix Magath erklärte (…), man habe Huntelaar und Metzelder erworben, fand aber nach einer intensiven Gegenüberstellung heraus, dass man diese Spieler wohl schon mal gekauft hat. (»Zippert zappt« in der Welt)
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Wenn die Leute den Eindruck gewinnen, dass Vereine mit Fußballern wie mit Kautschuk handeln, dann ist das vor allem sein Verdienst. (…) Magath treibt das kommerzielle Prinzip auf die Spitze. (…) Diese Personalpolitik ist unheimlich und trägt Züge einer Kampagne, wie man sie aus autoritären politischen Apparaten kennt. (Südd. Zeitung)
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Einen täuschend echten Kaufvertrag für Farfan besitzen Hannover 96, Arminia Bielefeld, der FC St. Pauli und Kickers Offenbach. (Zippert/Welt)
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Die öffentliche Debatte (…) zeigt diese Sportart als proletarische Art, Geld zu verdienen. Wenn ein Wunderkind am Flügel oder mit der Geige die Chance erhielte, in einem berühmten Orchester zu spielen – der Aufschrei wäre wohl weniger laut. (FAZ über den Schulabbruch von Julian Draxler)
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Entsetzen beim FC Bayern München, wo gegen 19 Uhr auch Uli Hoeneß klar wurde, dass man gerade statt Manuel Neuer einen neuen Trainer namens Lothar Matthäus verpflichtet hatte. (Zippert/Welt)
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»So etwas habe ich noch nie erlebt, das war total verrückt! Der Trainer wollte uns klarmachen, dass er jeden Spieler auswechseln kann – egal, wie er heißt –, weil er Eier hat. Um das zu demonstrieren, ließ er die Hosen runter. Ich habe aber nicht viel gesehen. Ich saß nicht in der ersten Reihe.« (Luca Toni im Sport-Bild-Interview über seinen Ex-Trainer Louis van Gaal)
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Katzenjammer in Bremen, nachdem man erkannte, dass statt Lionel Messi ein Zweijahresabo des »Kicker« gekauft worden war. (Zippert/Welt)
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Bild übersetzt die Fußball-Sprache. »Ich brauche eine neue Herausfoderung.« Übersetzt: »Der neue Klub zahlt das Doppelte.« – »Wichtiger als der Hattrick war der Sieg der Mannschaft.« Übersetzt: »Nur wegen mir haben wir drei Punkte und die anderen Pappnasen ‘ne fette Prämie.« – »Ich muss mir die Szene im TV noch einmal anschauen.« – Übersetzt: »Klar war das ‘ne Schwalbe.« (Bild)
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Der deutsche Bahnfahrer ist, so wie der deutsche Vorfahrtsstraßenbenutzer und der deutsche Blitzkriegsinnenstadtradfahrer, stets im Recht. Wenn die Bahn einmal sieben Minuten Verspätung hat, beschwert sich der Bahnfahrer beim Verkehrsminister Ramsauer und macht den Kapitalismus (Börsengang!) verantwortlich. (Kurt Kisters »Deutscher Alltag« im SZ-Wochenende)
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Sind Sie auch deshalb ein so guter Schauspieler, weil sie eigentlich Musiker sind? – »Ich mag diese Frage, aber ich glaube nicht, dass ich sie verstehe.« (Jeff Bridges im Zeit-Magazin-Interview)
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Haben Sie einen Lebenstraum, den Sie noch verwirklichen wollen? – »Ja.« – Verraten sie ihn? – »Nö.« (Hape Kerkeling im HörZu-Interview) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle