Ohne weitere Worte
Es ist ein extrem harter Männersport. Im Grunde geht es darum, den Gegner vor aller Augen aus Nahdistanz an die Latte zu nageln. Attacken von hinten sind ausdrücklich erwünscht. Weil Rasenheizungen dafür nicht benötigt werden, tut der DFB auch etwas für seine Klimabilanz. (»Mielke murrt« in der Welt am Sonntag über »Das Spitzenspiel der Unparteiischen«)
Im Praxistest für gelebte Toleranz bei der sehr persönlich geprägten Auseinandersetzung unter Schiedsrichtern mit homosexuellen Neigungen ist der DFB-Präsident (…) auf erschütternde Weise durchgefallen. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter der Überschrift »Der Schlimmermacher«)
Zwanziger, der sich gerne als moralische Instanz im Kampf gegen Rassismus, Chauvinismus, Diskriminierung und auch Homophobie feiern lässt, hat aus Borniertheit und Realitätsverlust eine Art Selbstjustiz verfolgt und, wie es aussieht, dabei gleich mehrere Existenzen so gut wie vernichtet. (Süddeutsche Zeitung)
Können Sie sich vorstellen, sich dieses Geschäft noch mit 41 Jahren anzutun? – »Im Moment kann ich das. Wie kommen Sie gerade auf die Zahl 41? Ist das Ihre Glückszahl?« (Sebastian Vettel im FR-Interview)
»Ich ziehe es vor zu sterben.« (Zinedine Zidane auf die Frage, ob er sich bei Marco Materazzi entschuldigen werde/zitiert im Kicker)
Ab nach München, wie Svenja verriet. Etwa zu Oliver Kahn? Svenja: »Ja, wir wohnen jetzt zusammen. Aber das ist ein sehr privates Thema.« Danke, mehr wollten wir gar nicht wissen. (Bild am Sonntag)
Das gesamte Viertel wirkt so sauber und aufgeräumt wie der Nachttisch einer Volksschullehrerin mit Pferdeschwanz. (aus der Welt, zitiert im »Hohlspiegel« des Spiegels)
»Wenn ich gehe, gehst du mit.« (SMS von Amerell an Kempter, zitiert u. a. in der Welt)
Ach, was waren das für schöne Zeiten, als die Schiedsrichter nur blind waren und nicht geil. (»Post von Wagner« in Bild)
Es gibt Tage im Leben, da fragt man sich, ob man selbst nicht allmählich gaga wird oder ob vielleicht doch die anderen gaga sind und man das wegen wachsender Lebensweisheit einfach nur besser erkennen kann. (aus Kurt Kisters Kolumne »Deutscher Alltag« im SZ-Wochenende)
Das hat einerseits damit zu tun, dass man mit zunehmendem Alter auch gelassener wird, dies aber eigentlich nur gegenüber den eigenen Fehlern. Die Fehler anderer wiederum sieht man schärfer, was dazu führt, dass einen die Jungen für einen alten, nörgeligen Sack halten. (Kister/SZ-Wochenende) (gw)
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