Ohne weitere Worte
Einfach hatte es sich van Nistelrooy schon 2001 bei seinem Start auf der Insel nicht gemacht. Dort wurde er bei seiner Präsentation gefragt, ob United sein Traumverein sei. Die verblüffende Antwort. »Nein, ich war noch nie ein Fan von Mannschaften außerhalb der Niederlande.« (Kicker)
Alles ist neuerdings ein Prozess, von der Wiege bis zur Bahre. Früher sprach man von Geburt und Tod, heute von Geburtsprozess und vom Sterbeprozess. (…) Selbst schlichte Fußballer sind heute multipel gecoacht und sagen dann fehlerfrei Sätze auf wie »Jedes Spiel ist ein Schritt in unserem Prozess«, so Bayern-Trainer Louis van Gaal nach dem Spiel gegen Juventus Turin. Und man kann nur hoffen, dass die Italiener dieses Interview nicht gelesen haben. Die denken bei »processo« erst mal ans Strafrecht, an Berlusconi und an Mafia. (Ursula-Ott-Kolumne in chrismon)
Platz fünf wäre ein Erfolg, verkündete er im Sommer – da hatte man ihn bei VW im Grunde schon abgeschrieben als Kleingeist, der die Ziele des Konzerns (»Weltmarktführer«) auf dem Fußballplatz nicht umzusetzen vermag. Und als Veh nun die in weiten Teilen unerklärliche Abwehrschwäche der einstigen Meisterelf als das benannt hat, was sie ist, nämlich eine in weiten Teilen unerklärliche Abwehrschwäche, da war es endgültig um ihn geschehen. (Süddeutsche Zeitung)
»Beim letzten Mal, als sie schwarze Hemden getragen haben, wollten sie die Weltherrschaft« (Daily Star zum neuen schwarzen Auswärtstrikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft; Ähnliches bei weiteren britischen Zeitungen)
Das Interesse an WM-Tickets ist momentan erschreckend gering. (…) Die meisten sind überzeugt, man werde sofort ausgeraubt, und zwar schon vor dem Spiel von der Fifa, denn die Eintrittspreise sind extrem hoch. (…) Der DFB wird im Juni Patrouillen in ganz Deutschland durchführen, um hilflose, betrunkene Fans zum Ausnüchtern nach Kapstadt zu stecken. Die Bundesregierung erwägt eine Zwangsvermittlung von Hartz-IV-Empfängern nach Südafrika unter dem Motto »Unfreiwilliges soziales Jahr«. (»Zippert zappt« in der Welt)
Warum tragen Sie eigentlich einen Schnurrbart? – »Weil ich mir mit 22 einbildete, dass in meinem Gesicht der Abstand zwischen Nase und Oberlippe zu groß sei. Mit dem Schnurrbart wollte ich den verkleinern. Ein Spleen, ich weiß. Aber ohne Schnurrbart und mein Halstuch würde ich mich mittlerweile nackt fühlen, wie wenn man eine gläubige Muslimin zwänge, einen Minirock zu tragen.« (»Yellow«-Sänger Dieter Meier in der KulturSpiegel-Interviewserie »Mit 17 hat man noch Träume«)
»Es ärgert mich, wenn ich missverstanden werde. (…) Aber viele Fliegen verstehen den Flügelschlag des Adlers auch nicht.« – Kritik verletzt Sie? – »Wenn mir jemand die Kompetenz abstreitet, werde ich sauer. Das ist, als wenn jemand über Stevie Wonder sagt: Der ist nicht blind.« (Dieter Bohlen im BamS-Interview) (gw)
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