Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Frage-/Lesebogen (Axel Hacke, Journalist)

Mein 1. Buch: Vergessen. Eines der ersten war »Locke und die Fußballstiefel« von Hasso Damm. Hat mich sehr bewegt damals: Ein kleiner Junge namens Locke, der ein toller Fußballer wird, aber glaubt, er verdanke seinen Erfolg nur der Zauberkraft seiner Fußballschuhe. Und ausgerechnet, als er in die Nationalelf kommt, gehen die Schuhe kaputt . . .

Zur Zeit lese ich: Ulrich Weinzierl: »Er war Zeuge. Alfred Polgar – ein Leben zwischen Publizistik und Literatur«.

Als nächstes Buch lese ich: Ricky Jay: »Sauschlau und feuerfest. Menschen, Tiere, Sensationen des Showbusiness«.

Wann lesen Sie? Nahezu täglich.

Was lesen Sie? Alles, was Buchstaben hat.

Wo lesen Sie? Bürosessel, Bett, Eisenbahn.

Lieblingsbuch: »Frühstück bei Tiffany« von Truman Capote, »Portnoys Beschwerden« von Philip Roth, »Der große Gatsby« von F. Scott Fitzgerald, »Schöntrauer« von Bohumil Hrabal, »Gesammelte Erzählungen« von Somerset Maugham, »Der Mann, der den Zügen nachsah« von Georges Simenon, »Die Ballade vom traurigen Café« von Carson McCullers . . . wie viele darf man nennen?

Lieblingsautor: Georges Simenon.

Ärgerlichstes Buch: Stefan Effenberg: »Ich hab’s allen gezeigt«.

Liebster Roman-Held: Gantenbein.

Liebste Roman-Heldin: Holly Golightly.

Liebste Comic-Figur: Calvin (und Hobbes natürlich) von Bill Watterson.

Dieses Buch hat mich bewegt: David Morley: »Nach dem Monsun. Eine Kindheit in den britischen Kolonien«.

. . . zu Tränen gerührt: Stefan Klein: »Die Reisen nach Jerusalem. Eine Familiengeschichte«.

. . . zum Lachen gebracht: Philip Roth: »Portnoys Beschwerden«.

Überschätzter Autor: Elfriede Jelinek.

Gute Krimis sind . . . wie die von Georges Simenon.

Wie viele Bücher haben Sie gelesen /lesen Sie im Monat?/stehen in Ihrem Bücherschrank?

Nicht genug.

Wenn mein Bücherschrank überfüllt ist . . . rufe ich Richard Jurst in Wien an, der kommt mit seinem Mazda und holt ein paar aussortierte Meter ab, für sein Antiquariat.

Eselsohren sind . . . ein gutes Zeichen: Das Buch wurde benutzt.

Menschen, die keine Bücher lesen, sind . . . oft auch sehr nette Kerle.

Axel Hacke (Jahrgang 1956) lebt in München. Als Redakteur der Süddeutschen Zeitung (1981 – 2000) arbeitete er in den Ressorts Sport, Politik, Seite 3 und als »Streiflicht«-Autor. Für das SZ-Magazin schreibt er seit 1997 die vielgeliebte Kolumne »Das Beste aus meinem Leben«. Einige von Hackes Büchern wie »Der kleine Erziehungsberater« wurden Bestseller. Aktueller Buch-Titel: »Der Weiße Neger Wumbaba (Kleines Handbuch des Verhörens)« (Kunstmann – Euro 9,20 – ISBN 3-88897-367-8). Im selben Verlag in Vorbereitung: »Deutschlandalbum«. (Euro 9,90 – ISBN 3-499-24052-1/Dez. 2005). (gw/18.6.2005)

Baumhausbeichte - Novelle