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Ohne weitere Worte

»Das Fußballgeschäft hat eine Bedeutung, die nur mit Politik zu vergleichen ist. Und selbst dabei gibt es mitunter merkwürdige Einordnungen. Als Mattthias Platzeck als SPD-Vorsitzender zurückgetreten ist, hat auch Oliver Kahn eine Pressekonferenz gegeben, um mitzuteilen, dass er auch als zweiter Torwart bereit ist, an der Weltmeisterschaft in Deutschland teilzunehmen. Das hat die Nachricht von Matthias Platzecks Rücktritt auf die untere Hälfte der Titelseiten verdrängt.« (HSV-Vorstandsmitglied Katja Kraus, Ex-Fußballnationaltorhüterin, im chrismon-Interview)

»Fußball ist ein kapitalistisches Unternehmen, wo die kleinen Teams immer schwächer werden und die großen immer stärker.« (Regisseur Ken Loach – aktueller Film: »Looking für Eric« mit Eric Cantona – im SZ-Interview)

Wer als Fußballtrainer wie Louis van Gaal nicht nur einen frühneuzeitlichen Chef, also einen Kaiser (Franz Beckenbauer), sondern auch noch einen spätkapitalistischen Chef, also einen Vorstandsvorsitzenden (Rummenigge) hat, der kann seine Allmachtsfantasien auf Erden nur ausleben, wenn er sich selbst zu Gott erklärt. »Ich bin wie Gott. Ich werde nie krank und habe immer Recht«, soll er seinen Spielern erklärt haben. (…) Es klingt, als hätte van Gaal/Gott (…) ein besonders gutes Immunsystem. (Florian Illies im Zeit-Magazin)

Wäre Ralf Rangnick eigentlich mal ein Trainer für den FC Bayern? – »Ich will ihm um Gottes Willen nicht die Qualifikation absprechen. Aber ob Rangnick die vielen Leute, die bei den Bayern mitreden, ertragen könnte, wage ich zu bezweifeln.« (Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im BamS-Interview)

Wie finden Sie einen Draht zu den Zwanzigjährigen? – »Ich muss nicht alles gut finden. Das Recht nehme ich mir raus. Mit einigen Sachen komme ich nicht klar. Wenn die Hose in den Kniekehlen hängt – diese Modeerscheinung finde ich nicht so klasse. Aber es ist unwichtig, ob ich es gut finde.« (Werder-Trainer Thomas Schaaf im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

Wenn van Gaal Bayern bald verlassen muss, dann sicher nicht nur, weil er zwar immer Recht hatte, aber dennoch immer verlor. Sondern weil er Gott wieder zum Menschen gemacht hat. Und es sich bei ihm (…) zugleich um Jesus handeln könnte, der ja einst Judas des Feldes verweisen musste, damit seine Jünger die vom Fußballgott vorgeschriebene Mannschaftsgröße erreichen und zu elft die Geschichte des abendländischen Fußballs begründen konnten. (Illies/Zeit-Magazin)

Martin ist umweltkrank – und leidet jetzt auch unter einem Mobilfunk-Mast. (…) 2005 verliebte er sich. »Wir küssten uns. Doch mir wurde nur übel. Sie hatte acht Amalgamfüllungen. Ich musste mich von ihr trennen.« (Bild über das »Martyrium eines Frankfurters«)

»Ich bin ein Idol im Fußball in Deutschland. (…) Und wie man mit so einem Idol umgeht in Deutschland, da muss sich Deutschland schämen.« (Lothar Matthäus im FAS-Interview)

Stört Sie die enorme kulturelle Bedeutung von Körper, Form und Schönheit? – »Absolut. Und zwar auch aus der persönlichen Erfahrung heraus, ihr nicht gerecht werden zu können.« (Phil Collins im FR-Interview)

»Sie kommt, Alter, sie kommt. Ich blicke auf wie ein Irish Setter. Wenn ich einen Schwanz hätte, würde ich damit wedeln.« (Andre Agassi im Bild-Vorabdruck seiner Autobiographie über die erste Begegnung mit Steffi Graf) (gw)

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