Archiv für den 17. September 2009

Anstoß literarisch: Kindheitsroman

Die geburtenstarken Jahrgänge der frühen Sechziger bilden heute Masse und Motor der Gesellschaft. Der Schriftsteller und »Titanic«-Satiriker Gerhard Henschel, Jahrgang 1962, erinnert sich in seinem »Kindheitsroman« witzig, anrührend und ungemein detailfreudig an die Zeit, in der seine Generation heranwuchs.
Der Roman beginnt im Kinderbettchen und endet knapp 500 Seiten weiter in der Pubertät mit einem Umzug, der gleichzeitig ein Abschied von der Kindheit ist.
In der beginnenden Pubertät tauchen zwei neue Themen auf. Das erste: »Gustavs alte Bravos. Jungens sollten sie lernen: Die Zeichensprache der Liebe. Mädchen berichten: Mein erstes Erlebnis. Das führte ich mir im Kartoffelkeller zu Gemüte. Aktion Anonym.«
Das zweite wichtige Thema: Fußball. Und da dies eine Sport-Kolumne ist, haben wir aus dem im Häppchen-Format von Walter Kempowski (den Henschel verehrt) geschriebenen »Kindheitsroman« vorwiegend sportliche »Stellen« gesammelt. Längst nicht alle, und auch längst nicht alles erfassend, was in diesem nicht nur für die frühen Sechziger-Jahrgänge staunens- und lesenswerten Buch zur verblüffend kind- und jugendgerechten Sprache gebracht wird. (gw)

Veröffentlicht von gw am 17. September 2009 .
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