Sonntag, 20. Januar, 7.30 Uhr

Auf uns rollt eine Kältewelle zu. Und das mitten im Winter! Was ist bloß mit dem Wetter los?
Es soll Temperaturen geben fast wie in Melbourne. Dort werden im Moment 24 Grad gemessen. Plus. Hier bald minus. Dazu die Sportmeldung der Nacht: Angelique Kerber ist kurz und schmerzhaft ausgeschieden. Schade.

Die Top-Meldung der Nacht kommt aber aus den USA. Der angeblich niedlichste Hund der Welt (Quelle: Facebook) ist an gebrochenem Herzen gestorben. Sein bester Freund war ein Jahr zuvor gestorben, seitdem hatte er Herzprobleme. Boo heißt der verschiedene Spergwitz … hä? .. nee, sorry, verschlafener Schreibfehler … Zwergspitz, der »uns verlassen hat, um zu seinem besten Freund Buddy zu gehen. Wir glauben, dass sein Herz brach, als Buddy von uns ging«, schreiben seine Menschen in der Todesanzeige.
Niedlichster Hund der Welt? Fake News! Der niedlichste lebt bei uns. Sage ich. Sagt jeder. Nicht über unseren. Über seinen.

Schlagzeile in der FAS (sooo kalt hat sie sich angefühlt, dort draußen, minutenlang eingeschlossen im unbeheizten Briefkasten!): »Söder will nicht spießig sein.« Wer will das schon? Kein Spießer will spießig sein. Nur wer kein Spießer ist, schert sich nicht darum, ob er ein Spießer sein könnte.
Söhofer will also kein Spießer sein, sondern wie seine CSU »weltoffen , nicht provinziell, optimistisch, nicht ängstlich, lässig, nicht spießig«.

Söhofer .. noch mal hä? Wieder kein bemühter Gag, sondern beduselt dusseliger Schreibfehler. Also, wenn Söder und die CSU nicht spießig sind, kann der nächste Trend nur sein:  Wie cool es ist, ein Spießer zu sein.
Am coolsten kommen derzeit die bisher als spießig geltenden Handballer rüber (Spießig-Stichworte: Kartoffelköppe aus Handkäsland, aus der Provinz, wo die anderen Sportarten Kaninchenzüchten und Feuerwehrfeste sind/Quelle: Zeit; allerdings schon gut abgehangen). Hoffentlich kerbern sie nicht zu früh. Am besten gar nicht. Je später, desto mehr Fete.

Interview gestern in der Welt mit Bruno Labbadia. Überschrift: »Ich bin ein sehr zufriedener Mensch.«
Wie schön. Könnte es einem besser gehen? Glück ist Augenblicksware. Zufriedenheit nachhaltig. Wie Wetter und Klima.
Komisch nur, dass wir in einem Zufriedenheits-Klima leben, ungefähr bei 24 Grad, das + davor aber oft als – empfinden.

Ausnahme: die Eintracht-Fans. Für sie wird aus dem prima Wetter langsam nachhaltiges Wohlfühl-Klima. Und aus Laternen am Mainufer werden Palmen am Pflasterstrand, mit Fußbällen statt Kokosnüssen.

Geschrieben von gw am 20. Januar 2019. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Samstag, 19. Januar, 8.00 Uhr

Neue Kategorie unter den Links rechts („Muslima“). Stand gestückelt schon in den ersten Texten von „Blog – Sport, Gott und die Welt“. Erste Maßnahme von weiteren Aufräumarbeiten nach der Eliminierung der Texte in „Anstoß“ und „Mailbox“ (alles vor 2019 ist weg). Der Blog, na ja, meinetwegen auch das Blog wird peu a peu von Stein(es)Bruchstücken, die später in den Kolumnen auftauchten, und von Warmschreib-Gebrabbel bereinigt, so dass nur eine Art Internet-Tagebuch übrig bleiben soll. Ist mir lieber so.

Geschrieben von gw am 19. Januar 2019. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Freitag, 18. Januar, 11.05 Uhr

Michael Moore hat wieder einen Film gedreht, es geht natürlich um Trump. Dass solche Filme/Texte/Aufrufe etc. von Leuten wie Moore das Gegenteil von dem erreichen, was sie erreichen wollen, gehört mit zu den Gründen, dass einer wie Trump Erfolg haben kann. Für seine Fans gilt: viel Moore, viel Ehr.

Morgen gibt es aus aktuellem Anlass (Handball-WM) keinen gw-Stammtisch. „Montagsthemen“ kommen aber wie gewohnt – wobei der Titel, angelehnt an „Montagsmaler“ (kennt jemand den Ausdruck überhaupt noch?), wie beim „Sport-Stammtisch“ selbstironische Relativierung signalisieren sollte. Und immer noch soll.

 

 

Geschrieben von gw am 18. Januar 2019. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Donnerstag, 17. Januar, 18.30 Uhr

Hatte die Muße, aufgelaufene und ausgerissene Zeitungsseiten endlich wegzulesen. Danach kam sogar noch die neue Zeit dran, mit einem beeindruckenden Interview mit Walter Riester. Zuvor hatte ich keine Meinung über ihn, nun eine gute. Mit 13 Jahren von der Volksschule abgegangen (weil „ich ausgesprochen lernfaul war“), Fliesenleger-Lehre absolviert, durchgestartet, sich hoch gearbeitet und gebildet, und immer echter Sozi geblieben.

Über seine Riester-Rente kann ich nichts sagen. Habe mich nie dafür interessiert. Nur einmal Bert Rürup gefragt, den Exkugelstoßer (ja! Vor langer Zeit einen großen Artikel über ihn als einen der besten deutschen Stoßer seiner Zeit geschrieben, seitdem sind Bert und Gerd per Du, obwohl wir zuvor und danach nie miteinander gesprochen haben; aber die Kugel-Vita verbindet; alter Stoßer siezen sich nicht; sagte er; ich hatte ihn zu Beginn unseres Treffens aus Respekt vor dem nachsportlichen Leben Rürups gesiezt), ob er mir die Riester- oder Rürup-Rente empfehlen würde. Vergessen, was er gesagt hat. Habe mich auch später nicht dafür interessiert.

 

Geschrieben von gw am 17. Januar 2019. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Drei alte Zausel (Montagsthemen)

Geschrieben von gw am 14. Januar 2019. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.