Andreas Kautz: Man fühlt sich fast als Hassobjekt

Es ist gar nicht so einfach, bei gutem Wetter (wie vorletzten Sonntag) ein Stückchen freien Asphalt zu finden. Es ist einem ja fast schon peinlich, wenn man auf einem Radweg fährt und Spaziergänger, die manchmal in Viererreihen (nebeneinander) laufen, mit einem freundlichen Vorsicht oder Entschuldigung aufmerksam machen will, dass man gerne … (weiter in der Rubrik rechts „Mailbox“)

Geschrieben von gw am 19. Januar 2021. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Dr. Raymund Geis: Gedankenzüge

1.  Angeregt durch meinen täglichen Kalenderduden, etwas aus dem
MÜHLHÄUSER REICHSRECHTSBUCH, entstanden im 13. Jh.  fast zeitgleich mit dem Sachsenspiegel.

Es gab drakonische Strafen vom Handabschlagen bis zum Erhängen.

Bei Diebstahl wandte man damals das Gottesurteil an: „Sagt aber … (weiter in der Rubrik rechts „Mailbox“)

Geschrieben von gw am 18. Januar 2021. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Sprachspielwiese, gendergemäht

Ich weiß, ich weiß, wer sprachgendert oder sich über das Sprachgendern aufregt, macht sich gleichermaßen lächerlich. Ich habe mit dem Thema abgeschlossen, schreibe, wie ich will und lasse anderen ihren Genderspaß.

Es folgt kein „Aber“, nur ein „Und“ … ich glaube, dass ich noch nie einen streng durchgegenderten Text gelesen habe. Beispiel, soeben erst gelesen, aber schon vor einer Woche  im SZ-Wochenend erschienen, aus 20 Zeilen eines ganzseitigen Artikels: „Die Laufbahnen junger Forscherinnen und Forscher (es beginnt also genderkorrekt) … Aufstrebende BiomedizinerForscher der State University … Der Status eines AutorsDie Forscher … und beobachteten, dass auch andere Nutzer anfingen, die Ausgezeichneten auszuzeichnen.“

So geht es weiter, bis irgendwann wieder eingestreut wird: „Das Tagwerk jedes Arbeiters und jeder Arbeiterin„.  Beim nächsten Satz habe ich aufgegeben: „Was genau ist die Leistung einer Anwältin, eines Werbetexters, eines Community-Managers, eines UX-Designers?“ Was weiß denn ich? Ich weiß ja auch nicht, was genau die Leistung eines Anwalts, einer Werbetexterin, einer Community-Managerin,  einer UX-Designerin ist. Ganz zu schweigen, dass ich nicht weiß, was „UX“ bedeutet. Ein X für ein U vormachen?

Gendersprach, schwere Sprach. Ich bemitleide alle weisungsabhängigen Lohnschreiber, die nicht meine Sprachfreiheit des fröhlichen Ruheständlers haben.

 

Geschrieben von gw am 17. Januar 2021. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Amiri

„Scheiß-Afghane“ habe ihn ein Berliner Spieler beschimpft. Schon haben wir den nächsten Rassismus-Skandal. Aber nur, wenn „Scheiß-Deutscher“, „Scheiß-Holländer“ usw. ebenfalls als rassistische Attacken gewertet würden.

Aber ganz so einfach liegt die Sache nicht. Nadiem Amiri ist in Deutschland geboren und deutscher Nationalspieler. Vor und Nachname klingen nicht nach einer bestimmten Nationalität, „Amiri“, wenn überhaupt, wirkt auf mich eher italienisch. Welche Wurzeln Amiri nach 24 deutschen Jahren hat, mag für ihn vielleicht eine Rolle spielen, spielt aber ansonsten keine. Ich jedenfalls wusste auch als Sportjournalist nicht, dass er afghanische Wurzeln hat. Wahrscheinlich habe ich es irgendwo gelesen, aber sofort wieder vergessen, da unerheblich. Wenn ihn jemand in der emotionalen Ausnahmesituation eines hitzigen Fußballspiels spontan „Scheiß-…“ schimpft, ist das nachvollziehbar und fast normaler Umgangston im Sport. Aber nicht, wenn …“Afghane“ folgt, denn das bedeutet, dass die unerhebliche Tatsache einer fast verjährten Herkunft der Eltern, und zwar dezidiert (mir fällt gerade kein passenderes deutsches Wort ein) aus Afghanistan, im Kopf des Beschimpfenden eine derart wichtige Rolle spielt, dass er es reflexartig auswirft (dieses deutsche Wort passt gut, von „Auswurf“).

Nicht alles ist Rassismus, was Rassismus genannt wird, aber manches, was scheinbar harmlos ist, hat strukturell rassistische Wurzeln.

Alles nicht so einfach.

In einem ähnlichen Zusammenhang, es geht um Identitätspolitik, schreibt der Autor und Theatermann Bernd Stegemann in einem Gastbeitrag für den Spiegel: „Der Grad der Diskriminierung und die Gestalt der Kränkung sind subjektive Faktoren, die sich der rationalen Verallgemeinerung entziehen (…) Wenn die Empörung zum abschließenden Argument gemacht wird, endet jedes rationale Gespräch.“

 

Geschrieben von gw am 17. Januar 2021. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Arno Baumgärtel: Unnergeschnidde

Sie schreiben im Sportstammtisch vom 16.1. über einen Ahmad A. und seine vermutlichen Schandtaten. Ist das einer aus einer der SpiegelTV-Sendungen? Ich verstehe Ihren Impuls, das Unverständnis gegenüber der zigsten Duldungswiederholung bei so einem Typen. Nur, die Gesetzeslage … (weiter in der Rubrik rechts „Mailbox“)

Geschrieben von gw am 16. Januar 2021. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.