Sonntag, 29. Mai, 6.50 Uhr

Lange bei den Meldungen der Nacht aufgehalten. Viele Verletzte, vor allem Kinder, bei Blitzeinschlag “aus heiterem Himmel” auf einem Fußballplatz. Ein NBA-Profi will seine Ex-Freundin besuchen, um den ersten Geburtstag der gemeinsamen Tochter zu feiern, und wird erschossen, weil er sich in der Tür geirrt hat. Ein Sechsjähriger wird vermisst,  aber heil gefunden. Alle atmen auf, er wundert sich: War doch nur mit dem Fahrrad unterwegs. Kleine Sechs-Stunden-Tour. Aus dem Holz werden Tour-Sieger geschnitzt. Ein Achtjähriger fährt mit dem Rad auf der Autobahn – Vollsperrung. Ihm passiert nichts, aber er gewinnt eine Wette um zehn Euro und ein Überraschungsei.

Auch ich war mit dem Fahrrad unterwegs. Letzte Woche, mit drei alten Freunden. Angenehme Menschen. Gut situierte Bürger. Gebildet. Haben früher, schätze ich, SPD oder CDU gewählt, Keinesfalls Links oder Rechts oder Grüne. Im Gespräch, wie das so ist unter alten Jungs, alle Probleme dieser Welt gelöst. Dabei wird mir klar: Heute wählen sie AfD.

Nicht die Dumpfbacken sind das Problem. Es gibt schon genug Idioten, da muss man nicht auch noch Verunsicherte und Enttäuschte zu Idioten erklären. Wer das tut, wie viele in den CDUSPDGRÜNLINKS-Parteien, ist selber einer.

Was hat der AfDler, der früher CDU war, in der FAS wirklich gesagt oder gemeint? Skandal-Meldung in Bild und SZ online: Er habe gesagt, Boateng sei ein guter Fußballer, aber niemand wolle ihn als Nachbarn haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das wirklich so gesagt und gemeint hat. Das wäre nicht nur dumm und dumpfbackig, sondern auch furchtbar unclever. Gleich werde ich das Interview in der FAS lesen, sie liegt schon neben mir.

Erste Stichwortsammlung für die Montagsthemen: Krämpfe, Kohlenhydrate, Low Carb / Bärte, Ramos / die Maer von Spaniens Liga / Mo Farah, Joe Kovacs, David Storl, Sandra Perkovic und die Jungs, die “was mit Bodybuilding machen” / Zehnkampf, männermordende Disziplin, weiß man spätestens, seit Bruce Jenner zur Frau wurde / die Kolumne “bespielen” / Doping und Russland und wir: 8 von 23, Ritalin und Co., Hirndoping, Botox, 600 000 Mäuse, Klopp, Höwedes, Bellarabi / Dieter Baumanns Tochter “knackt die Olympianorm (400 m Hürden). Doppelpack schnüren, realisieren usw. / natürlich Boateng / Zidane und Simeone beide auf unterschiedliche Weise Gegenentwurf zu Guardiuola und Tuchel, dazu das schöne Pfefferstreuer-Zitat.

Alles noch bunt durcheinander. Aber immerhin schon viel Auswahl. Packen wir’s an. Später. Erst KKKK plus FAS und Samstags-SZ. Dann erst Neusichtung und Gliederung (ja, ich mach das wie früher beim Schulaufsatz). Bis dann.

Geschrieben von gw am 29. Mai 2016. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Sonntag, 22. Mai, 6.30 Uhr

Sonntag, die Sonne scheint, es ist schon warm, die Familie ist gesund, der Bub heil und erlebnissatt vom USA-Urlaub zurück – was will man mehr? Mieses Karma, mieses Triple (Klopp, Eintracht, BVB) war gestern, morgen kann es sogar happy enden, warum bin ich trotzdem niedergeschlagen? Und warum setze ich in letzter Zeit so viele Fragezeichen? Gilt doch als schlechter Stil. Ist mir aber heute auch egal.

Die Leere im Kopf wird auch von den Meldungen der Nacht nicht gefüllt. Endlose Vorausberichterstattung über die Stichwahl in Österreich und als Knaller die Vogelspinne in der Bananenkiste, wegen der ein Supermarkt vorübergehend geschlossen werden musste. In Duisburg. Oder wo. Die Meldung kenne ich doch. So oder so ähnlich klingt der Hilfeschrei des Blattmachers, dem die Schlagzeilen fehlen.

Sportaufmacher in der FAS ist nicht das Pokalfinale, sondern ein Interview mit Mario Gomez. Den mag ich zwar schon immer (im Gegensatz zur deutschen Fußballmehrheit), ich habe das Interview auch noch nicht gelesen, aber mein erster Gedanke war: die armen Kollegen. Verlängerung, Elfmeterschießen, Redaktionsschluss für die bundesweite Ausgabe – ich habe das oft genug erlebt (außer an Samstagen, da nie für eine Sonntagsausgabe gearbeitet), die Hektik, das Rotieren, das Hantieren mit Ersatzartikeln für die jeweiligen Ausgaben mit unterschiedlichem Redaktionsschluss, der hochschießende Puls – und dann ist dennoch alles zu spät, nur die letzten Druckausgaben kriegen noch den Bericht vom Spiel mit, von dem man selbst, im Gegensatz zu seinen Lesern, in der anschwellenden Hektik so gut wie nichts mitgekriegt hat … und dann ist plötzlich Schluss, ausgepumpt hängt man in den Seilen, schlapp im Kopf, aber mit noch zwei, drei Stunden hämmerndem Puls. Zu Hause ist man immer noch aufgeputscht, zappt sinnlos herum (“Rrrruf mich an!” – gibt’s das immer noch?) , und am Morgen liest man dann alle Fehler, die einem in der Nacht unterlaufen sind.

Wie schön, jetzt Rentner zu sein.

Aber wahrscheinlich ist das hier Geschilderte nicht repräsentativ, vor allem nicht für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Bei uns war man alleine zu Gange, die Redaktion verwaist, nur die Nachtschicht in der Technik wartete auf die letzte Seite und hatte überhaupt kein Verständnis für den Ehrgeiz, so viele Ausgaben wie möglich mit dem aktuellen Ereignis zu füllen, und sei es, dass dadurch der weitere Ablauf gefährdet wurde. Ich hätte es mir auch gemütlich machen können: Vor dem Spiel Gomez-Interview ins Blatt, dann das Spiel entspannt am Fernseher angeschaut, danach ebenso entspannt die Seite ausgewechselt oder auch nicht, falls die letzte Ausgabe schon gedruckt war.

Der einzige berufliche Stress, den ich noch habe, ist die sonntagfrühmorgendliche Leere im Kopf ohne jede Idee für die Montagsthemen. Heute ist die Leere besonders voll mit leer … oh, Breaking News, soeben sehe ich durchs Fenster  die Nachbarin, die nach Hause kommt. Nicht vom Samstagnacht-Event, sondern von der Nachtschicht als Krankenschwester.  Auch so ein Beruf, der kein Wochenende kennt.

Habe ich schon einmal erwähnt, dass das erste K(affee) im KKKK nur am Sonntag gilt? Ich trinke sonst nur  Kräutertee. Kaffee vertrage ich nicht gut, schmeckt mir auch nicht, aber am Sonntag bin ich süchtig danach. Warum? Weil er die Leere im Kopf füllt? Jetzt geht’s los: KKKK. Nicht mit Fragezeichen, sondern mit:!!!

Geschrieben von gw am 22. Mai 2016. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Pfingstsonntag, 15. Mai, 6.30 Uhr

Pfingsten pfing ja schon gut. Oder fing Fingsten ja schon gut an? Soll ich den alten Kalauer morgen wieder in die Montagsthemen schreiben, die nach Ostern und Pfingsten auch am Dienstag Montagsthemen heißen, aus purem hessischen Trotz? Mal nachschauen, wie oft ich das schon gemacht habe. “”Pfingsten”, “pfing” und “Fingsten” eingeben und damit ins Archiv klicken … Moment … ich hab’s: zehn Mal, zuerst 2003, zuletzt 2014.

Pfingsten fing diesmal wirklich schon “gut” an. Deutschland wird Letzter und Eintracht muss in die Relegation. Na ja, die erste Meldung interessiert mich nicht, die zweite ist keine Überraschung, sondern eher “Hund beißt Mann”. Relegation gegen Stuttgart, das habe ich schon “gewusst” und geschrieben, als die Relegation noch als illusionäre Hoffnung galt. Aber soll ich darauf besserwisserisch rumreiten? Ich habe noch Bedenkzeit, denn die Kolumne schreibe ich erst morgen.

Grand Prix: Der erste und der letzte Platz sind  politisch motiviert, richten sich gegen Putin und Merkel-Deutschland. Macht ja auch Spaß, uns Streber und Besserwisser und Moral-An- und -Vorgeber mal in die letzte Bank zu verweisen.

Kein Witz, sondern tatsächliche eine dpa-Meldung der Nacht: »Deutsche sollen Arabisch oder Kurdisch lernen«, fordert eine Sprachwissenschaftlerin. Integration sei keine Einbahnstraße. Ich frage beflissen zurück: Warum »oder«? Warum nicht »und«? Ich übe schon mal. Allah Akbar!

Die Meldung kommt in die Rubrik “Mann beißt Hund”.

Setzen! Sechs! Bei Wikipedia nachgeschaut. Muss “Allahu Akbar” heißen.

Noch mal Eintracht: Der penetrante Besserwisser in mir fühlt sich Siehste”-bestätigt, hofft jetzt aber, dass auch der Rest der Vorhersage eintrifft: Rettung gegen Nürnberg. Schon alleine für den größten Eintracht-Fan von allen hoffe ich das, der jetzt im US-Urlaub tapfer zurückwhatsappt, optimistisch bleiben zu wollen. Auch bei beiden Relegationsspielen muss der Bub aus der Ferne mitzittern.

Für die Montagsthemen vornotiert: Interview mit Marco Russ im “roten” Kicker vom Donnerstag: “Auf Unentschieden zu spielen, das könnte ganz schnell in die Hose gehen, wenn es bis zur 88. Minute 0:0 steht und wir ein dummes Gegentor kriegen, dann ständen wir als Deppen da.”

Ein Prophet wider Willen.

In die Hose gehen – da fällt mir die erste und hoffentlich einzige “Bild”-Schlagzeile meines Lebens ein, ein aufgespießtes Zitat von mir nach einem – wieder einmal – enttäuschenden Wettkampf: “Wenn ich nicht schnell genug im Ausstoß bin, geht alles in die Hose.”

Nee, war ja keine Schlagzeile, nur ein “Aufgespießt”. Die einzige Schlagzeile (nach einer Bombendrohung im Flugzeug): “Kugel-Riese hatte Angst vorm Fliegen.” Das war zu der Zeit, als “Angst vorm Fliegen” ein Bestseller war und ein Synonym für ein mentales Problem beim Geschlechtsverkehr.

Das muss für heute genügen. Fahre ich nachher nach Wiesbaden? Ins Helmut-Schön-Stadion? Bei dieser Kälte? Deutscher Diskus-Saisonauftakt, ein traditioneller Wettkampf, an dessen Rand sich alte Werfer-Kämpen treffen. Zugesagt haben u.a. Walter und Karl-Hans, beide ehemalige Hammer-Weltrekordler, Edwin (ebenfalls Hammer, später Bestseller-Autor), Lutz (Hammer) als Organisator, Hein-Direk (Diskus), Fred (Kugel). Außer Fred kein Kugelstoßer dabei. Fred mit den langen Armen und den unfassbar großen Pranken. Einst, beim Trainingslager im Barcelona, nach langer Nacht in der Ramblas, ängstigte er den Taxfahrer fast zu Tode, als er, hinten sitzend, aus dem Fenster nach vorne langte und von außen die Fahrertür öffnete.

Tempi passati. Fahre ich hin? Weiß noch nicht.

 

 

 

Geschrieben von gw am 15. Mai 2016. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Montag, 9. Mai, 10.30 Uhr

Zitaten-Kolumne geschrieben (siehe Link rechts gw-Beiträge Anstoß), auch die neue Kolumne für das Seniorenjournal an die Chefin weitergeleitet (erscheint erst übernächsten Samstag, stelle ich daher erst kurz vorher online).

Ergebnis-Nachtrag vom Hundesport: “Wir” haben gestern Platz 14 von über 70 belegt und sind stolz. Gestern früh hatte Michael Humboldt, mit dem mich unter anderem Redaktions-Jahrzehnte gemeinsamen Eintracht-Freud-und-Leids verbinden, nach Online-Lektüre der Montagsthemen angemerkt, dass er gerade an einem Porträt über einen Canicross-Läufer schreibe. “Er startet für einen Wetterauer Verein und ist in Wallernhausen bei einem offiziellen Rennen mit Hunden Dritter geworden. Seiner Meinung nach ist das durchaus ein anerkannter Sport.” Meiner KKKK-Liebsten Meinung auch. Aber anerkannt sind sie halt nur untereinander, nicht von Sportschau, DOSB und Co. Heute früh hatte ich als Antwort auf die Frage, warum das so ist, wieder nur ein dümmliches Grinsen übrig.

Nachtrag zur Islam-Notiz von gestern: Salman Ansari hat in der FAS einen bemerkenswerten Beitrag zum Thema “Was ist Integration” geschrieben und dabei auch aus einem Brief seines Vaters aus dem Jahr 1961 (!) zitiert: “In der Ablehnung der Künste manifestiert sich die Arroganz und Ignoranz des Islam. Es wird behauptet, die vollkommenste Konzentration auf Allah werde durch Musik oder bildende Kunst gestört.” Und: “Die islamische Welt hat Angst vor dem Verlangen des Menschen nach grenzenloser Freiheit und Autonomie. Vielleicht ist darin die Tatsache begründet, dass seit mehreren hundert Jahren Muslime nicht eine einzige für die ganze Menschheit bedeutende Erfindung vorzuweisen haben. Zugleich wird der Alltag in allen islamischen Ländern beherrscht von Instrumenten und Erfindungen aller Art, die in den westlichen Ländern entwickelt und hergestellt worden sind.”

Wie wenig ich vom Islam weiß (und mich auch nicht für ihn interessiere, warum auch?), wird mir klar, wenn ich diese Sätze lese. Lehnt der Islam tatsächlich Musik und Kunst kategorisch ab? Kann er seit Jahrhunderten keine einzige bedeutende Erfindung vorweisen? Nur dass er alle Erfindungen nutzt, das weiß ich. Leider nicht nur der brave Muslim um die Ecke.

Wenn man es besonders makaber sehen will, hat der Islam nun doch ein epochales Kunstwerk geschaffen, ein Motiv, das viele westliche Künstler und Schriftsteller aufgegriffen haben, ein ikonographisches, ein furchterregendes Bild. Lieber Schluss jetzt.

 

Geschrieben von gw am 9. Mai 2016. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Sonntag, 8. Mai, 8.45 Uhr

Alles Vorgeplänkel  erledigt, inklusive Gassi und Pflanzen gießen. Die pikierten Salatpflänzchen sehen armselig aus. Die meisten sind vor Scham über ihr Aussehen in den Erdboden versunken. Das wird wohl nix. Auch FAS- und SZ-Lektüre abgeschlossen. Bin jetzt also auf der Höhe der Zeit(ung). Müsste also mit den “Montagsthemen” beginnen, bin aber noch nicht startbereit. Habe psychisch noch nicht mental die richtige geistige Einstellung. Die Psyche ist physisch schon fit, will aber mental noch geistlos rumalbern.

In London wird ein Muslim Bürgermeister, das wird als exotische Ausnahme  beschrieben, fast wie “Mann beißt Hund”. Dabei war und ist der Vorgänger des neuen Bürgermeisters der Exotischste von allen.

In fast jeder Zeitung, die ich gestern und heute gelesen habe, kommt wieder das alte Thema auf: Gehört der Islam zu Deutschland? Die Frage steht fast immer im Pärchen mit: Deutschland ist (k)ein Einwanderungsland. Beides mindestens so albern wie ich. Unterschied: Ich weiß, dass ich albern bin. Beide Fragen ernsthaft und lustvoll zu bekakeln ist eine Flucht vor der Realität ins Irrelevante.

Langsam beginne ich mich auf die “Montagsthemen” zu freuen (nebenbei: Ein Satz, in den früher ein Komma gehört hätte). Wenn’s gut läuft, wird die Kolumne so, wie sie sein soll: Unabhängig von Qualität des Stils und der Relevanz der Aussage (das Urteil bleibt dem Auge und Kopf des Lesers vorbehalten) sollen Sätze und Gedanken dominieren, die der Leser so nirgendwo sonst liest, obwohl die Sache selbst überall Thema ist. Siehe rotes Fädchen für die Kolumne: Eintracht / Bayern / Guardiola / Leipzig. Alles scheinbar konventionelle Thematik, die morgen Sportkolumnen beherrschen wird. Und bei mir? Lassen wir uns (ja, auch ich mich) überraschen.

Zu weit führen würde es, wenn ich ein FAS-Interview mit dem Präsidenten von Wiederaufsteiger Freiburg in die Kolumne einbauen würde. Fritz Keller beantwortet einige Grundfragen des Fußballs genauso oder so ähnlich, wie ich sie in meinen Kolumnen schon oft zu beantworten versucht habe. Was natürlich nicht heißt, dass er in allem recht hat. Aber für mich hat er recht. Er sagt einige Sätze, die eine grundsätzliche Einstellung zum Sport kennzeichnen und die Sportinteressierte in zwei Lager teilt. Zum Beispiel gleich die erste Frage zum Freiburger Wiederaufstieg: “Was überwiegt: Stolz, Genugtuung, Freude?” Antwort Fritz Keller: “Reine Freude. Niemals Genugtuung, die hat im Sport nichts zu suchen.” Klingt banal, ist aber auch für mich die Voraussetzung, um Sport mögen zu können. Denn reine Freude hat nichts mit einem Gegner zu tun, Genugtuung aber immer, und zwar über das Besiegen eines Gegners. Was im Fußball allerdings schwierig ist, da Erfolg immer mit der Niederlage anderer verbunden ist. Von daher war auch klar, dass ich als Aktiver nach Ausflügen in Sportarten, deren Messbarkeit nur im Ergebnis “gegen” einen Gegner besteht, in einer von denen gelandet bin, in denen man das messbare Ergebnis nicht unbedingt im Vergleich mit anderen Sportlern werten muss, sondern sich selbst als einzigen Gegner ansehen kann, den man besiegen, also sich selbst übertreffen will.

Andere Aussagen von Fritz Keller: “Es gibt ja nichts Schlimmeres, als wenn man sich stärker fühlt, als man ist.” Oder auf die Frage, was die Grundwerte im Freiburger Fußball sind: “Keine Diffamierungen, auch nicht von gegnerischen Spielern. Keine Gewalt. Rivalität ist gut, macht auch Spaß, aber der Fußball muss immer mehr verbinden als trennen.”

Klingt nach Sonntagsrede, ist aber keine, da werktags in Freiburg praktiziert. Das ist der kleine, sehr feine Unterschied zu Sonntagsrednern wie den Zwanzigers im Fußball oder den Weizsäckers in der Politik (8. Mai, da war doch mal was?). Die letzte Anmerkung könnte mir ein paar Leser-Ohrfeigen einbringen. Aber bitte nicht so feste hauen! Und jetzt bin ich bereit für die “Montagsthemen”.  Auf geht’s.

Geschrieben von gw am 8. Mai 2016. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.