Montagsthemen (vom 24. Februar)

Die Ulk-Frage zu Saisonbeginn (»Wer gewinnt das Duell Bayern – BVB? Etwa Leipzig?«) muss ernsthaft umformuliert werden: Wer gewinnt den Dreikampf zwischen Bayern, BVB und RB?
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Nicht nur wegen Haaland, sondern vor allem auch mit Can, dem Frankfurter Jungen, hat Dortmund eine ganz andere, neu justierte Mannschaft, die erstmals … (weiter in der Rubrik rechts „gw-Beiträge Anstoß“)

Geschrieben von gw am 23. Februar 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Sammelsurium

Schönes altes deutsches Wort. Was sagt mein Freund Brockhaus (Jahrgang 1958) dazu? Nichts. Wikipedia, hilf! „Etwas, das sich eher zufällig beieinander befindet und von unterschiedlicher Art und Qualität ist.“ Genau! Die Überschrift passt.

Und: „Das Wort stammt ursprünglich aus dem kulinarischen Kontext; das niederdeutsche Sammelsur, das nach dem gleichen Muster gebildet  wurde, bedeutet so viel wie ’saures Gericht aus gesammelten Speiseresten‘.  – Na ja, passt vielleicht noch besser.

Die jämmerlichen Gestalten, die schon am frühen Morgen aus dem Krankenhaus schlurfen, in Pantoffeln, Turnschuhen, Trainingsanzug und/oder Bademantel, endlich, endlich an der ersten Zigarette ziehend, alleine, zu zweit oder dritt, schweigend vereint in der Sucht. Tief durchatmend.

Der Spötter denkt an sie, als morgens das abends verabreichte Abführmittel zu wirken  beginnt. Endlich! Das erlösende Gefühl, wie bei einem Junkie, bei dem  der Schuss endlich wirkt.

Fieber wird gemessen wie bei einer Hinrichtung. Pistole ans Ohr, abgedrückt … 36,3. Begnadigt.

Breaking News: Sonntag, 6.30 Uhr, Briefkasten leer. Keine FAS. Schon Entzugserscheinungen.

Breaking News hatten wir zuletzt zu viele. Eine, zumal  sie glimpflich abging,  war wenigstens zum  Lachen. Bild … Breaking News … Breaking News … Flugzeug bricht nach Landung in zwei Teile.

Was möchten Sie morgen essen? – Ich weiß nicht, ob ich dann noch da bin – Es gibt Kartoffeleintopf. – Dann bin ich auf jeden Fall schon weg.

Patient empört zur Schwester: „Warum sind hier die Toiletten so niedrig?“ – Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Hat mich nicht gestört. Was mich irritiert: Das empörte Männlein geht mir nicht mal bis an die Brustwarzen.

Pulsmessen, traditionell. Schwester mit junger Frau, offenbar in Ausbildung. Soll 15 Sekunden den Puls fühlen. 19. Schwester: „Wieviel soll  ich aufschreiben?“ – Das Mädchen schweigt. – „Ganz einfach, mit vier malnehmen.“ – Schweigt immer noch, Panik im Blick. – Ich sitze ebenso schweigend da, peinlich berührt, fühle mit ihr. Die gnadenlose Schwester erlöst sie erst nach quälenden Sekunden. – Später sagt die Bloßgestellte zu mir, scheinbar gut gelaunt und nur obenhin: „Mit Mathe, das müssen wir noch üben.“ Ich versuche, ihr beizustehen: „War in der Schule auch mein Quälding.“ Dass ich in der Sexta in Mathe eine Eins hatte, muss sie ja nicht wissen.

Später, wieder zu Hause, hat alter Mann geniale Idee. Slipeinlagen! Das wäre doch für den Moment eine gute Sache?! Kauft sie heimlich im Supermarkt. Extra Large. Erste Anprobe. Prima. Oder? Da stimmt doch was nicht? Er will sie wieder abziehen. AUA!!! Eine Tortur. Woher sollte er auch wissen, dass die klebende Seite nach innen gehört?

Bei der Aufnahme das Bändchen ums Handgelenk. Name, Station. Damit man nicht – buchstäblich – verloren geht und altersverwirrt herumirrt. Wie das Bändchen, das Neugeborenen angelegt wird. Von der Wiege bis zur …

Hilflos auf dem dem Rücken liegend, wird das altgeborene Baby einer, sagen wir mal,  Intimpflege unterzogen. Unterschied zum Pampern: die sorgfältige Rasur.

Nach der OP gewisse Drainagen, von einer jungen Krankenschwester gewartet, aufmerksam und aus nächster Nähe beobachtet von einer noch viel jüngeren Praktikantin. In meiner Spätreife verzichtete ich auf jede scheinwitzige Bemerkung und hoffte nur, dass das junge Mädchen nicht von Albträumen heimgesucht werden könnte. Zumal sie jetzt selbst zugreifen muss. Bandage um die Drainage. Albträume nicht wegen Altmännergebabbels, sondern wegen Altmännergeba … na ja, machen sie danach mal mit einem einzigen Buchstaben einen ähnlichen Unterschied wie vom progressiven Alltag zum Alttag.

Sammelsurium. Der Blog als Stein(es)bruch für die Kolumne, hier für den nächste Woche zu schreibenden progressiven Alttag.

Zum Sport.  In der FAS (der alten, die neue ist immer noch nicht da) schwadroniert Daniel Cohn-Bendit wieder mal von Menottis Ideal des „linken“ Fußballs. Immerhin kann ich diesmal mit der Definition etwas anfangen, denn sie verzichtet auf bemühten ideologischen Überbau. In etwa so: Linker Fußball will mehr Tore schießen als der Gegner, rechter Fußball will weniger Tore kassieren. Egal, ob links oder rechts, Hauptsache: nicht link.

Die alte Ulk-Frage zu Saisonbeginn (Wer gewinnt das Duell Bayern – BVB? Etwa Leipzig?) kann jetzt getrost und noch antwortlos umformuliert werden: Wer gewinnt den Dreikampf wischen Bayern, BVB und RB?

Mit Haaland (und Can) hat Dortmund eine neu justierte Mannschaft, die erstmals seit der Blütezeit von Schmelzer-Hummels-Subotic-Piszczek auf stabilen Beinen steht. Leipzig scheint in System und Ordnung noch bzw. schon einen Tick reifer. Bayern von Potenzial und Selbstbewusstsein her aber immer noch in der Pole. Das kann ja heiter werden.

Aber was mache Neuer, was erlaube Nübel? …. Breaking News: KKKK.

 

 

 

 

 

Geschrieben von gw am 23. Februar 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Sport-Stammtisch (vom 22. Februar)

Zurück vom »Pausentee« für »gw«. Was zuvor geschah, wird im Schnelldurchgang abgehakt.
– 1. Makellose Hinspiel-Bilanz der Bundesliga, und das ganz ohne Bayern. Aber Vorsicht vor Halbzeit zwei!
–  2. Maximalstrafe für Manchester City. Auch nur eine Art Hinspiel. Minimierung nicht nur möglich, sondern gewiss.
– 3. Klinsmann, der Blender. Nie mehr…  (weiter in der Rubrik rechts „gw-Beiträge Anstoß“)

Geschrieben von gw am 21. Februar 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Wulf Wiechert zu „Mein progressiver Alttag“

Auf Ihre Kolumne stieß ich per Zufall. Nachdem ich nur einige Zeilen gelesen hatte, kopierte ich den gesamten Text in eine Word Datei, lehnte mich entspannt zurück und setzte die Lektüre fort. Entspanntes Lesen wurde von gelegentlichem Lachen unterbrochen, und auf Seite zehn musste ich eine Pause einlegen, da der elfte Lachanfall in einen Raucherhustenanfall überging. Meine herbeigeeilte Frau konnte ich nur schwer davon überzeugen, dass die Tränen in meinem Gesicht hauptsächlich durchs Lachen verursacht worden waren. (Wulf Wiechert/Ondangwa/Namibia)

 

Geschrieben von gw am 20. Februar 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt, Mailbox.

Heinz Wenzel: Vorteil der Pause

Pausen können Vorteile haben. Auch für den Leser.

Der vermisste Lesespaß in der Zeitung brachte mich jetzt dazu, den lange angedachten Besuch im Onlineblog endlich vorzunehmen. Jetzt prangt der Link in der Lesezeichenleiste, also ganz prominent, um auf dem schnellsten Weg zur Lektüre kommen zu können. Auch der »progressive Alltag« wird häufiger mein Ziel sein. Die Altersklasse passt.

Aber immer noch ist mir das Gedruckte lieber, denn Zeitung zum Kaffee am Frühstückstisch ist der gel(i)ebte Einstieg in den Tag. Abhängig von den Schlagzeilen. Und gerne mit gw. (Heinz Wenzel/Lich)

 

Geschrieben von gw am 20. Februar 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt, Mailbox.