Montagsthemen (vom 3. August)

Die Bayern spielen endlich wieder wie unter Guardiola, freut sich Thomas Müller im SZ-Interview. Fatal wäre es aber, wenn sie wieder wie unter Guardiola spielten, wenn es in der Champions League um die Wurst geht.
*
Einen Negativ-Rekord haben die Münchner schon aufgestellt, ohne daran schuld zu sein, ebenso wie der zweite Beteiligte, der BVB. Ihr Bundesliga-Geisterduell füllte kürzlich das ZEITmagazin. Auf 13 Seiten … (weiter unter der Rubrik rechts „gw-Beiträge Anstoß“)

Geschrieben von gw am 2. August 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Rüdiger Trebing: „Boykott-Diktator“? Das ist unerhört!

Es ist ja nicht neu, dass Sie den amtierenden Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Thomas Bach verehren, weil er als junger Aktivensprecher des deutschen Sports 1980 vehement gegen einen (west-)deutschen Boykott der Olympischen Spiele in Moskau (Sowjetunion) gekämpft hat.

Dass Sie aber seinen (vermeintlichen) Gegner Bundeskanzler Helmut Schmidt als „Boykott-Diktator“ bezeichnen, ist unerhört! … (weiter in der Rubrik rechts „Mailbox“)

Geschrieben von gw am 2. August 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Haltung

Sonntag, halb sieben. Die vorhergesagte Abkühlung plus Regen ist ausgeblieben. Beim Gang zum Briefkasten (FAS noch nicht da) fallen ein paar dicke Tropfen. Beim Gang zurück versiegt es schon wieder.

Nicht versiegt, sondern verschoben sind eine Mail aus der Mailbox und ein Blog-Text. Verschoben von mir, in den „Papierkorb“. Es geht um das alte Doping-Thema und die Auseinandersetzungen verfeindeter Anti-Doping-Kämpfer. Sehr heikel. Da steht man mit jedem Satz mit einem Bein vor Gericht, teure Unterlassungsklagen drohen, auch mir als neutralem Beobachter, und das muss ich mir nicht antun. Lieber H. M., schön, dass Du das verstehst. Aber ich bleibe am Ball, von der Seitenlinie aus.

Haltung. Thema in der Martenstein-Kolumne im aktuellen Zeit-Magazin. Es geht um die Süddeutsche Zeitung, um „einseitigen Haltungsjournalismus“, der „das Gegenteil dessen erreicht, was er bezweckt“. Harald Martenstein: „Schuld und Unschuld sind eben nicht an der Hautfarbe oder der Meinung von vornherein zu erkennen.“ Tja. Das sehe ich natürlich auch so. Vor allem in der SZ geht diese Haltung um, nur die eigene Meinung gelten zu lassen, weil  sie die einzig moralisch richtige ist. Aber nicht nur in der SZ. Zum Beispiel  im Spiegel, wo „Relotius mit erfundenen, aber politisch erwünschten Geschichten zum Superstar der Reportage aufstieg“.

Martenstein würde allerdings auch im eigenen Blatt fündig. Das weiß er sicher am besten.

Ich bei mir auch. Aber ich versuche immer, mir selbst auf die Schliche zu kommen.

 

 

Geschrieben von gw am 2. August 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Sport-Stammtisch (vom 1. August)

Das doppelte Sommer-/Corona-Loch stürzt verzweifelte Sportredaktionen in das Selbige, aber siehe da, dort unten naht die Rettung. Drei große Buchstaben (MMA), zwei große Zeitungen (Süddeutsche  und Welt), ein nicht ganz so großartiger Gedanke: Mixed Martial Arts (MMA), »Fight Island« in Abu Dhabi, zwei Deutsche dabei – das gibt eine super Story.
*
Zwei Deutsche, zwei Zeitungen, da teilt man brüderlich, bzw. genderneutral geschwisterlich, die Welt konzentriert sich auf … (weiter in der Rubrik rechts „gw-Beiträge Anstoß“)

Geschrieben von gw am 31. Juli 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.

Sommerrätsel

Es klingelt. Ich öffne die Tür. Ein junger Mann, dahinter eine junge Frau. Aus ihren Abzeichen schließe  ich, dass sie mich als zahlendes Mitglied für  Ihren Verein werben wollen.

In solchen Fällen sage ich immer nur:  „Danke, kein Bedarf, Tschüss“ und schließe schnell die Tür.

Diesmal nicht. Ich bin besonders freundlich, versuche mein Nichtinteresse (ich war schon mal Mitglied, bin ausgetreten, kein besonderer Grund, war bei so vielen Vereinen und Institutionen Mitglied, habe das reduziert usw. usw.) zu erklären, wünsche den beiden aber viel Erfolg, lächele sie freudigst an, verabschiede mich ebenso und schließe sachte die Tür.

Sommerrätsel: Warum verhalte ich mich nicht wie sonst so oft?

Zu leicht?

Klar, weil die beiden offensichtlich Migrationshintergrund hatten und ich fürchtete, mein übliches brummig-grimmiges Verhalten an der Tür könnte als Rassismus ausgelegt werden.

Dann machen wir das Sommerrätsel schwieriger. So schwierig, dass Sie daran zu knabbern haben: Ist mein Verhalten an der Vordertür Rassismus durch die Hintertür? Wäre ich nur frei von Rassismus, wenn ich die beiden abgefertigt hätte, wie zwei Kartoffeldeutsche? Oder ist nicht DAS Rassismus,  sondern mein klammheimlicher Gedanke, es sei ein besonders perfider (und erfolgreicher) Drücker-Trick der Organisation (eines großen, seriösen, verdienstvollen deutschen Hilfe-Vereins), gerade diese beiden jungen Leute auf Werbe-Tour zu schicken? Im Vertrauen auf Menschen, die kaum etwas mehr fürchten, als des Rassismus verdächtigt zu werden, auf Menschen also, wie ich – und Du?

Geschrieben von gw am 28. Juli 2020. Abgelegt unter Blog – Sport, Gott und die Welt.